Abstimmung in Biberist
Knappes Ja für den Schulpavillon

Die Biberister Schulen können ihre Raumnot mit dem Bau eines Schulpavillons beheben. 52,1 Prozent der Bevölkerung sprachen sich an der Urne dafür aus.

Rahel Meier
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Ja zum Schulpavillon

Ja zum Schulpavillon

zvg

Als einzige Partei hatte die SVP von Anfang an offiziell gegen den «unnötigen Küchenpavillon» Stimmung gemacht und Ende Mai Plakate in der Gemeinde aufgestellt. Auch im Biberister Kurier äusserte sich die SVP pointiert «Wir standen alleine gegen den restlichen Gemeinderat, die anderen Parteien und die Verwaltung», so Parteipräsident Zvezdan Sataric. «Leider haben wir die Abstimmung verloren, und es ist ein schwacher Trost, dass wir rund 48 Prozent der Stimmen erhalten haben.» Sataric erklärte aber auch, dass die SVP den demokratisch gefällten Entscheid akzeptiere und weiterhin an der Schulraumplanung mitarbeite.

Abstimmung

Die Stimmbeteiligung lag bei 40,92 Prozent. 19 Stimmzettel wurde leer eingelegt, 2 waren ungültig. 1111 Personen sagten Ja zum Schulpavillon, 1021 Nein. Mit den Leer-Stimmen gerechnet liegt der Ja-Anteil bei 51,7 Prozent; ohne die leeren Zettel sind es 52,1 Prozent. (rm)

Freude auf der anderen Seite

Schulleiterin Andrea Meister äusserte gestern ihre Freude über das Resultat. «Für uns ist der Neubau wichtig, damit wir weiter planen können.»
Auch Gemeindepräsident Martin Blaser ist zufrieden. Gemeinderat und Gemeindeversammlung hätten klar Ja gesagt zum Neubau. «Die Notwendigkeit wurde erkannt. Unsere Planung ist seriös, sowohl im finanziellen als auch im bautechnischen Bereich.» Mit dem Ja zum Neubau des Pavillons an der Bernstrasse werde es möglich, weiter zu planen. Der Neubau sei der Schlüssel für eine logische Weiterführung der bisherigen Arbeiten.

Blaser zeigt sich aber auch erstaunt über das knappe Resultat. «Oppositionspolitik zu machen, ist offenbar einfach», meinte er. Er nahm damit unter anderem Bezug auf die Plakate der SVP. Die Partei habe, so Blaser, bewusst falsch informiert und eine Negativstimmung aufgebaut.

Und auch Frust

Beat Affolter (Präsident der Kommission Schulraumplanung) zeigte sich im ersten Augenblick sogar leicht frustriert. «An der Gemeindeversammlung im letzten März gab es eine Zustimmung von 80 Prozent. An der Gemeindeversammlung am Donnerstag wurden die Anträge der SVP, die zu Schulgeschäften gestellt wurden, ebenfalls deutlich abgelehnt.» Offensichtlich würden Plakate und Schlagworte mehr bewirken als viel seriöse Arbeit. «Aber sicher geben wir weiterhin Vollgas», so Affolter. Der Neubau sei nun der nächste Schritt. Weitere grosse und wichtige Projekte würden folgen. «Es wird noch viele Diskussionen geben.»

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