Jubiläumsfeier
Junge Feuerwehrleute aus dem Bucheggberg proben den Brandfall

Die Jugendfeuerwehr Bucheggberg zeigt bei ihrer Jubiläumsfeier in Lüsslingen, was sie drauf hat.

Nadine Schmid
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Die Jugendfeuerwehr sucht nach neuen Mitgliedern. Die wirksamste Werbung dafür betreibt sie gleich selbst.
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Die wirksamste Werbung dafür betreibt sie gleich selbst.
Die Jungen zeigen an der Übung, was sie können
Übung der Jugendfeuerwehr Bucheggberg

Die Jugendfeuerwehr sucht nach neuen Mitgliedern. Die wirksamste Werbung dafür betreibt sie gleich selbst.

Hansjörg Sahli

In einer Vorführung sollte die Jugendfeuerwehr Bucheggberg ihr Können demonstrieren, und zwar anlässlich ihrer zehnjährigen Jubiläumsfeier. Wer den Anlass am Samstagnachmittag besuchte und beim Feuerwehrmagazin in Lüsslingen ankam, durfte gespannt sein: Wie die Darbietung genau aussehen sollte, wurde im Vorfeld nämlich nicht verraten. Bekannt war lediglich, dass die Besucher im Feuerwehrauto an den Übungsplatz fahren werden. Familien, Feuerwehrmitglieder und andere Interessierte nahmen dann tatsächlich in den bereitstehenden Wagen platz. Die Jugendfeuerwehr blieb zurück, um am Schluss vorzufahren.

Beim Industriegelände an der Bahnhofstrasse brannten zwei hohe Feuer, die es zu löschen galt. Mit Blaulicht nahte die Nachwuchsfeuerwehr in voller Montur heran. Christoph Rufer, Verantwortlicher für die Jugendfeuerwehr und Einsatzleiter der Übung, parkte das Tanklöschfahrzeug an die Stelle, die er für richtig hielt, denn von dort aus müssen die Feuerwehrleute bis zum Schluss operieren. Die neun Kinder und Jugendlichen nahmen seine Befehle auf, montierten die Schläuche und begannen zu löschen.

Nachgefragt bei Peter Eberhard. Der Soldat der Regio-Feuerwehr oberer Bucheggberg war selbst jahrelang Mitglied der Jugendfeuerwehr. Interview: Nadine Schmid Wie kamen Sie auf die Idee, bei der Jugendfeuerwehr einzusteigen? Peter Eberhard: Als ich noch ein Kind war, war mein Vater bei der Feuerwehr tätig. So habe ich schon als kleiner Junge von diesem Job gehört und einiges mitbekommen. Meine Neugierde und die Faszination waren geweckt. Es ist nun drei Jahre her, dass ich von der Jugendfeuerwehr zur Erwachsenenfeuerwehr gewechselt habe. Was haben Sie bei der Jugendfeuerwehr gelernt? Ich konnte viel profitieren. Das erlangte Wissen kann ich nach wie vor anwenden. Beim Wechsel zur Erwachsenenfeuerwehr durfte ich den Grundkurs überspringen. In der Jugendfeuerwehr lernt man alle Regeln, die zu diesem Beruf gehören, und damit auch das Handwerk. Also würden Sie Kindern und Jugendlichen empfehlen, die Jugendfeuerwehr zu besuchen? Nun, wie gesagt: Man kann dort viel lernen. Es ist eine gute Sache. Die Feuerwehr hilft den Menschen und der Umwelt und kann auch Leben retten. In der Jugendfeuerwehr werden natürlich nur Übungen und noch keine Einsätze durchgeführt. Die Bedeutung der Feuerwehr und welche Rolle man selbst als Mitglied hat, wird einem jedoch umso bewusster, wenn man selbst mitmacht.

Nachgefragt bei Peter Eberhard. Der Soldat der Regio-Feuerwehr oberer Bucheggberg war selbst jahrelang Mitglied der Jugendfeuerwehr. Interview: Nadine Schmid Wie kamen Sie auf die Idee, bei der Jugendfeuerwehr einzusteigen? Peter Eberhard: Als ich noch ein Kind war, war mein Vater bei der Feuerwehr tätig. So habe ich schon als kleiner Junge von diesem Job gehört und einiges mitbekommen. Meine Neugierde und die Faszination waren geweckt. Es ist nun drei Jahre her, dass ich von der Jugendfeuerwehr zur Erwachsenenfeuerwehr gewechselt habe. Was haben Sie bei der Jugendfeuerwehr gelernt? Ich konnte viel profitieren. Das erlangte Wissen kann ich nach wie vor anwenden. Beim Wechsel zur Erwachsenenfeuerwehr durfte ich den Grundkurs überspringen. In der Jugendfeuerwehr lernt man alle Regeln, die zu diesem Beruf gehören, und damit auch das Handwerk. Also würden Sie Kindern und Jugendlichen empfehlen, die Jugendfeuerwehr zu besuchen? Nun, wie gesagt: Man kann dort viel lernen. Es ist eine gute Sache. Die Feuerwehr hilft den Menschen und der Umwelt und kann auch Leben retten. In der Jugendfeuerwehr werden natürlich nur Übungen und noch keine Einsätze durchgeführt. Die Bedeutung der Feuerwehr und welche Rolle man selbst als Mitglied hat, wird einem jedoch umso bewusster, wenn man selbst mitmacht.

Hansjörg Sahli

«Das Feuer wird von jeder Seite bekämpft», erklärte Ausbildner Christoph Furrer, der die Darbietung für die Anwesenden kommentierte. Auf den zweiten Brandherd deutend, der mit Schaum gelöscht werden sollte, sagte er: «Das Wasser wird absichtlich über das Feuer hinweg gespritzt, die Luft muss zuerst gekühlt werden, sonst geht der Schaum kaputt.»

Nachwuchs gesucht

In die Jugendfeuerwehr kann man mit zehn Jahren eintreten, beim Ehrreichen der Volljährigkeit wechseln die Mitglieder zu den Erwachsenen. Früher lag das Eintrittsalter bei acht Jahren, doch die Erfahrung zeigte, dass die Mitglieder in diesem Alter noch zu jung für diese Beschäftigung sind. «Die Jugendfeuerwehr wurde zwar 2005 gegründet, die Planung begann aber bereits zwei Jahre vorher», erklärte Bruno Graber, Präsident des Bucheggbergischen Feuerwehrverbandes.

Ein Konzept wurde ausgearbeitet, der Kanton erteilte die Bewilligung. Dreissig Kinder und Jugendliche bildeten die Jugendfeuerwehr, als diese ins Leben gerufen wurde. «Wie jede Feuerwehr ist auch die Jugendfeuerwehr in der heutigen Zeit auf Nachwuchs angewiesen», so Graber. Momentan besteht die Jugendfeuerwehr aus fünfzehn Mitgliedern, von denen neun an der Jubiläumsvorführung teilnahmen; die anderen sechs befanden sich am eidgenössischen Hornusserfest.

Die Jugendfeuerwehr führt jährlich fünf Übungen durch. Dabei lernen die Mitglieder die Regeln der Feuerwehr kennen und anwenden. Auch wird jedes Jahr ein Ausflug organisiert.

Den Jugendlichen gelingt es sehr rasch, die Feuer zu löschen. Bald bedeckte der Schaum das schwarz gewordene Holz wie Schnee und erstickte die Flammen. Beim Feuerwehrmagazin fand der Anlass dann gemütlich mit Grilladen und Getränken sein Ende.

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