Neuer Gemeindepräsident
Klarer Sieg für Attila Lardori in Horriwil: «Das Volk hat gesprochen, die Sache ist erledigt»

Die Wahl ins Gemeindepräsidium ist in Horriwil bereits im ersten Wahlgang entschieden worden. Attila Lardori macht das Rennen gegen den suspendierten Martin Rüfenacht.

Urs Byland
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Kaum ist das Wahlresultat bekannt geworden, hat der neue Gemeindepräsident von Horriwil bereits erste Gratulationen erhalten.

Kaum ist das Wahlresultat bekannt geworden, hat der neue Gemeindepräsident von Horriwil bereits erste Gratulationen erhalten.

Urs Byland

Die Wahl für die Besetzung des Gemeindepräsidiums hat ein klares Resultat erbracht. Die Horriwilerinnen und Horriwiler erküren Grenzwächter Attila Lardori zu ihrem Gemeindepräsidenten. Der frühere Schweizergardist in Rom holt das Amt bereits im ersten Wahlgang. Mit 221 Stimmen erzielt er sechs Stimmen mehr als das absolute Mehr von 215 Stimmen.

Sein Kontrahent, der bisherige Gemeindepräsident Martin Rüfenacht, der seit Ende April wegen angeblicher Verfehlungen von seinem Amt suspendiert ist, holt 146 Stimmen.

Mit den 448 gültigen eingereichten Stimmrechtsausweisen sind 430 Wahlzettel für die Präsidiumswahl eingereicht worden. Davon sind ein Wahlzettel ungültig und 62 leer. Lardori erreicht mit seinen 221 Stimmen einen Anteil von 51,4 Prozent. Rüfenacht kommt auf 34,0 Prozent.

Die Stimmbeteiligung liegt bei hohen 65,6 Prozent.

Zum Vergleich: Bei der letzten Kampfwahl in Horriwil, als sich Martin Rüfenacht 2017 gegen Urs Ammann durchsetzte, lag die Stimmbeteiligung bei 57,3 Prozent. Damals war die Anzahl der Leerstimmen mit 72 übrigens noch höher als bei der gestrigen Wahl mit 62. Ein rechter Anteil der Horriwilerinnen und Horriwiler fühlt sich von beiden Kandidaten für das Gemeindepräsidium nicht vertreten.

«Die friedvollere Variante gewählt»

«Die Enttäuschung ist da», sagt der unterlegene Kandidat Martin Rüfenacht. «Es wäre aber illusorisch gewesen, nach dieser Vorgeschichte auf ein Glanzresultat zu hoffen.» Horriwil habe nun einen demokratisch gewählten Gemeindepräsidenten, was aus seiner Sicht das Wichtigste sei.

Der unterlegene Martin Rüfenacht.

Der unterlegene Martin Rüfenacht.

Hanspeter Bärtschi

Der Umstand, dass der still gewählte Gemeinderat sich geschlossen hinter Attila Lardori stellte, habe zu dessen Sieg beigetragen, vermutet Rüfenacht. «Man hat sich nicht für etwas entschieden, sondern hat gegen etwas gewählt. Attila Lardori ist sicher die friedvollere Variante.»

«Das Volk hat gesprochen, die Sache ist erledigt»

Der neue Gemeindepräsident Attila Lardori schätzt sich glücklich, dass die Horriwilerinnen und Horriwiler seine Wertehaltung mittragen, und er sei allen dankbar, die ihn als Gemeinderat und im Wahlkampf unterstützt haben. «Ich hoffe sehr, dass alle Horriwilerinnen und Horriwiler erkennen, dass wir das für sie machen.» Das klare Resultat, trotz vieler Leerstimmen, kommentiert Attila Lardori mit:

«Das Volk hat gesprochen, die Sache ist erledigt.»

Zum Legislaturstart am 1. Oktober wird Lardori sein neues Amt übernehmen. «Wir haben bereits einige Projekte in der Pipeline», erklärt er. «Dazu gehören die Sanierung des Schulhauses, die Modernisierung der Schule und der Verwaltung sowie die Vertiefung der Kooperation mit Subingen.»

In der Causa Rüfenacht hat letzte Woche der Gemeinderat die Bevölkerung informiert, dass die von Rüfenacht verlangte Sistierung des Disziplinarverfahrens vom Amt für Gemeinden abgelehnt und vom Verwaltungsgericht abgeschrieben worden ist.

Nach wie vor laufen aber zwei Verfahren. Einerseits das vom Gemeinderat eingeleitete Strafverfahren gegen Rüfenacht, andererseits dessen Beschwerde zum Disziplinverfahren des Gemeinderats.

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