Feldbrunnen-St.Niklaus
Nicht ohne Diskussionen: Gemeinderat schliesst neuen Leistungsauftrag mit der Spitex-Aare ab

Die Gemeinde Feldbrunnen-St.Niklaus und die Spitex-Aare arbeiten weiterhin zusammen. Der Gemeinderat hat einem neuen Leistungsauftrag zugestimmt.

Fabio Vonarburg
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Die Spitex hat in Feldbrunnen-St.Niklaus immer mehr zu tun. Hier ein Symbolbild.

Die Spitex hat in Feldbrunnen-St.Niklaus immer mehr zu tun. Hier ein Symbolbild.

Boris Bürgisser

Trotz neuen Leistungsauftrags: An der Zusammenarbeit zwischen der Spitex-Aare und der Gemeinde Feldbrunnen-St.Niklaus ändert sich nicht viel. «Grundsätzlich ist er genau gleich aufgebaut wie der alte», führte Mili Marti, Geschäftsführerin der Spitex-Aare, an der Gemeinderatssitzung aus. Dieser basiert auf dem Muster-Leistungsauftrag, welcher vom Verband Solothurner Einwohnergemeinden, dem Amt für soziale Sicherheit und dem Spitex Verband Kanton Solothurn ausgearbeitet wurde.

Trotz kaum Veränderungen hat das Geschäft im Gemeinderat für Diskussionen gesorgt. Dies unter anderem wegen der von Jahr zu Jahr steigenden Kosten. Wenn dies so weitergehe, müsse man seriös Alternativen prüfen, sagte etwa Gemeinderat Urs Schweizer (FDP). Gemeindepräsidentin Anita Panzer erwiderte, dass dies in erster Linie mit der demografischen Entwicklung zu tun habe. Ein Punkt, auf den auch Susan von Sury-Thomas aufmerksam machte. «Die Leute werden immer älter und somit steigen auch die Ausgaben für die Spitex.» Bei 5 Ja-, einer Nein-Stimme und einer Enthaltung stimmte der Gemeinderat dem neuen Leistungsauftrag zu. Dieser gilt ab dem 1. Januar 2022 und ist nicht befristet. Die Kündigungsfrist für beide Parteien beträgt 12 Monate.

Ebenfalls genehmigte der Gemeinderat einen Nachtragskredit für den Ersatz der Regen-/Reinabwasserleitung neben dem Längweg. Ursprünglich ging man von Kosten in der Höhe von 52'000 Franken aus. Doch es stellte sich heraus, dass der Kataster Abwasser nicht vollständig ist und es im Längweg eine zweite Leitung für die Strassenentwässerung gibt. Diese Regenwasserleitung ist immer noch an die Schmutzwasserkanalisation angeschlossen, was nicht mehr zulässig ist. Durch die nötigen zusätzlichen Arbeiten steigen die erwarteten Kosten um 20'000 Franken.

Pilzbefallene Bäume am Aareuferweg werden gefällt

Im Sommer 2019 und im Herbst 2020 sind von Eichen Äste abgebrochen und auf den Aareuferweg gefallen. Verletzt wurde niemand. Daraufhin wurden die Bäume am Aareufer von Feldbrunnen überprüft. Wie sich zeigte, müssen Massnahmen ergriffen werden, denen der Gemeinderat einstimmig per Zirkularbeschluss zugestimmt hat. Ab kommenden Montag, 8. März, werden pilzbefallene, instabile Bäume gefällt. Denn diese können mit dem Verlust ihrer Haltewurzeln auch ohne Wind umfallen. Bäume, die erhalten werden können, werden zugeschnitten und von Totholz befreit. Die Arbeiten am Aareufer von Feldbrunnen dauern zwischen 5 und 10 Tagen. (fvo)

Auch beim Schulhausprojekt wurde der Gemeinderat mit unerwarteten Mehrkosten konfrontiert. Die Solothurnische Gebäudeversicherung (SGV) hat der Gemeinde eine Verfügung angekündigt, in der sie im Schulhaus Brandschutzabschnitte verlangt, die bislang im Schulhausprojekt nicht eingeplant gewesen waren.

Der Gemeinderat ist dennoch zuversichtlich, dass die eingerechneten Reserven ausreichen und der von der ausserordentlichen Gemeindeversammlung bewilligte Baukredit von 2,6 Mio. Franken eingehalten werden kann. Mit dieser Summe wird noch ab diesem Jahr die Turnhalle und das Schulhaus saniert, letztere erhält zudem einen Anbau.

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