Zuchwil
Ein «Ächter Zuchler» übernimmt das Präsidium

Das Sportzentrum Zuchwil stellt den neuen Verwaltungsratspräsidenten und ein gutes Betriebsergebnis an der 35. Generalversammlung vor.

Gundi Klemm
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Der neue Verwaltungsratspräsident Manfred Tschui (links) und Jürg Kilchenmann.

Der neue Verwaltungsratspräsident Manfred Tschui (links) und Jürg Kilchenmann.

Gundi Klemm

Vorgestellt als «ächter Zuchler» präsidiert der promovierte Chemieingenieur Manfred Tschui ab sofort den Verwaltungsrat der SZZ Sportzentrum Zuchwil AG. Vor 113 Aktionärinnen und Aktionären, die 1 152 Aktien und damit 72 Prozent des Aktienkapitals der SZZ AG vertraten, ehrte Verwaltungsratsvizepräsident Jürgen Hofer den zurücktretenden Präsidenten Jürg Kilchenmann. «Du hast einen Super-Job gemacht. In deinem Geist wollen wir das Sportzentrum weiterentwickeln.»

In seinen Abschiedsworten bedankte sich Jürg Kilchenmann vor allem beim Team der Mitarbeitenden auf allen Ebenen sowie bei Bevölkerung und Behörden in Zuchwil. Die nötigen Mittel zum Werterhalt der grossen polysportiven Anlage hätten immer zur Verfügung gestanden. Er werde die Arbeit für das Sportzentrum zwar vermissen, sei aber überzeugt, die landesweit bedeutende Sporteinrichtung «gut aufgestellt» übergeben zu können. Denn ganz konkret gestalten sich die Planungen zur Erneuerung des Freibades, das mit einer erwärmten Traglufthalle für den Winterbetrieb tauglich gemacht wird, und zum Kunstrasen für die Spiel- und Sportfelder.

Gemeinsam mit dem neuen erstmals durch die GV gewählten Verwaltungsratspräsidenten Manfred Tschui, der mit «viel Herzblut» bedeutende Aufgaben in der auf vier Jahre festgelegten Amtsperiode in Angriff nehmen will, setzt sich der Verwaltungsrat aus den Mitgliedern Jürgen Hofer, Beatrice Schibler, Roger Siegenthaler, Gerhard Stampfli und neu Reto Affolter zusammen. Der zudem geschaffene und politisch besetzte Beirat mit Karen Bennett, Petra Martel und Patrick Marti wird gemäss genehmigter Statutenanpassung beratend und mit Antragsrecht tätig werden. Dieses neue Gremium wurde ins Leben gerufen, da Gemeinderatsangehörige, die zugleich als Verwaltungsräte der SZZ AG amten, bei allen, das Sportzentrum betreffenden Ratsgeschäften in den Ausstand treten müssen.

Ein Votum aus der Versammlung, das den Beirat als «überflüssig» erklärte, entkräftete Kilchenmann mit der Feststellung, dass dessen Rechtmässigkeit durch das Amt für Gemeinden bestätigt sei. Der Antrag fand bei vier Gegenstimmen überwiegende Zustimmung. Verabschiedet wurden die bisherigen Verwaltungsratsmitglieder Daniel Grolimund nach 11 Jahren, Manfred Wingeier als «Mann der ersten Stunde» nach 32 Jahren und Simone Wingeier als Sekretärin des Verwaltungsrats. Ihre Arbeit übernimmt Vanessa Blaser.

Gutes Betriebsergebnis

Einnahmen von 5,1 Mio. im vom 1. April 2016 bis 31. März 2017 reichenden Geschäftsjahr erbrachten nach Abschreibungen einen Betriebsgewinn von 10 866 Franken. Dieser Betrag wird zur Reduzierung der Unterbilanz aus der Periode 2014/15 mit verpflichtender Ausfinanzierung der Pensionskasse auf jetzt 172 769 Franken eingesetzt. Inzwischen wechselte die SZZ AG ebenso wie alle Mitarbeitenden der Einwohnergemeinde zu einer anderen Vorsorgeeinrichtung. Der seit sechs Jahren verantwortliche SZZ AG-Direktor Urs Jäggi beleuchtet die einzelnen Bereiche: Profitcenter Freibad, Hallenbad, Wellness-Pool, Sauna, Eisbahn, Minigolf, Sporthalle, Sporthotel und Gastronomie kurz und erläuterte die erfolgreich durchgeführten Investitionen in die konzeptionell wegweisende Energiezentrale, ins Dampfband und in die flexible Bande.

«Wir sind bei allem absolut auf Kurs», so Jäggi. Im Anschluss stellte er die Sanierung des Freibandes vor, das mit Traglufthalle Ende 2019 betriebsfertig sein soll. Ein öffentlicher Infoanlass findet am morgigen Dienstag im Sportzentrum statt. Gemeindepräsident Stefan Hug gratulierte zum «Zukunftspotential» aller Projekte und erinnerte dankend an die Kostenbeteiligung der REPLA-Regionalgemeinden.

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