Bucheggberg
Die Fische fühlen sich wohl im revitalisierten Biberenbach

Ein abwechslungsreiches Ufer, mehr Fische und ein neues Zuhause für Biber, Goldammer und Distelfinke: der revitalisierte Bibernbach im Bucheggberg ist ein erfolgreiches Pilotprojekt für die Natur.

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Der Bibernbach wurde 2011 auf einer Strecke von fast 350 Metern revitalisiert. Jetzt hat sich ein lebendiges Ökosystem entwickelt.

Der Bibernbach wurde 2011 auf einer Strecke von fast 350 Metern revitalisiert. Jetzt hat sich ein lebendiges Ökosystem entwickelt.

zvg

Gut 5 Jahre nach der Revitalisierung zeigt sich jetzt: die Massnahmen bewähren sich. Die bei der Revitalisierung im und am Bachbett angelegten Steine, die Ausbuchtungen und die Kleinstrukturen wie Dreiecks-Holzbuhnen sorgen für unterschiedliche Fliessgeschwindigkeiten, Strömungsmuster und Kiessortierungen. Sedimente lagern sich um und führen zu unterschiedlichen Gewässertiefen. Dadurch haben sich vielfältige Lebensräume entwickelt, von denen z.B. die Fische profitieren, wie die Staatskanzlei in einer Medienmitteilung schreibt.

Zum Projekt

Seit der Güterzusammenlegung 1965 fliesst der Bibernbach im Bucheggberg über weite Strecken in einem kanalisierten Gerinne. Im Herbst 2011 wurde er auf einer Strecke von 340 Metern in seine natürliche Form zurückgeführt. Bei diesem Pilotprojekt standen ökologische Ziele im Vordergrund. Die typischen Prozesse eines Gewässers, wie unterschiedliche Strömung, Sedimentation und Erosion sollten begünstigt werden. Ebenso wollte man die Fischgängigkeit wieder herstellen und die ökologische Vielfalt steigern.

Auch der Biber ist an den revitalisierten Bachabschnitt zurückgekehrt. Er unterstützt mit seiner Lebensweise die dynamische Entwicklung des Gewässerlaufs. Die einst kahlen Flächen begrünen sich und entlang vom Ufer gedeihen die gepflanzten Heckengehölze wie Pfaffenhüttchen und Schneeball.

Das Amt für Umwelt des Kantons Solothurn hat für die Erfolgskontrolle auch die weniger auffälligen Entwicklungen des Bibernbaches genau unter die Lupe genommen. Um die Besiedlung des Gewässers aufzuzeigen wurden beispielsweise die Kleinlebewesen erfasst und der Fischbestand gezählt. Auch hier ist die Entwicklung positiv.

Bei einer Begehung sind die Erfahrungen eines Fischereipächters, des Bewirtschafters des Gewässerraums und des kantonalen Projektleiters einbezogen worden. Sie bestätigen die mehrheitlich erfreulichen Entwicklungen. Verbesserungspotential liegt bei den Drainageeinleitungen. Während der Bauphase ist darauf zu achten, dass die Drainageeinläufe auf die späteren Entwicklungen im Bach vorbereitet werden und nicht verstopfen. (sks)