Solidarität
Derendingen verschenkt 50-Franken-Bons

In diesen Tagen erhalten 4976 Derendingerinnen und Derendinger Post von der Gemeinde. Der Inhalt des Couverts: Ein Schreiben und ein 50-Franken-Gutschein. Einlösbar bei 14 Derendinger Restaurants und Gewerbebetrieben.

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Der Gutschein kann in 14 Derendinger Restaurants und Gewerbebetrieben eingelöst werden. (Archivbild)

Der Gutschein kann in 14 Derendinger Restaurants und Gewerbebetrieben eingelöst werden. (Archivbild)

Rahel Meier

In Derendingen war das Jahr 2020 nicht nur wegen des Coronavirus speziell. Auch die Baustelle rund um den Kreuzplatz führte zu Einschränkungen. Wegen gesperrter Strassen und Umleitungen war die Zufahrt zu den Restaurants, Gewerbebetrieben und Läden nicht immer einfach. «Grundsätzlich ist es so, dass eine solche Baustelle nur alle 50 Jahre vorkommt. Das sollte ein Betrieb eigentlich verkraften können», erklärt Gemeindepräsident Kuno Tschumi.

Zusätzlich kam es aber noch zum Lockdown und Betriebe mussten teilweise auf behördliche Anordnung ganz schliessen. «Wir haben uns deshalb im Gemeinderat dazu entschieden, Solidarität zu zeigen», meint Tschumi. Geschäfte und Restaurants seien systemrelevant für das Dorfleben. Es dürfe nicht sein, dass sie unverschuldet einfach von der Bildfläche verschwinden.

Gutscheine sind gültig bis Ende April

Der Gemeinderat hat deshalb beschlossen, allen Derendinger Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern einen Gutschein über 50 Franken zukommen zu lassen. Diese können nur bei Derendinger Betrieben eingelöst werden. Die Gutscheine sind nummeriert und personalisiert und mit einem Wasserzeichen versehen. «So stellen wir sicher, dass jede Person nur einen Gutschein einlöst», erklärt Tschumi.

Zudem erhalten nur diejenigen Steuerzahler einen Gutschein, die keine Steuerschulden haben. «Wer bis 2018 alle seine Steuern beglichen hat, kann profitieren.» Die Gutscheine sind gültig bis Ende April 2021.

Die Gemeinde hat 100'000 Franken für diese Aktion zurückgestellt. Profitieren durften auch die Angestellten der Einwohnergemeinde und die Lehrerschaft. Sie bekamen den Gutschein anstelle des Weihnachtsessens. «Die Reaktionen waren positiv. Wir haben viele Rückmeldungen erhalten, und das zeigt uns auch, dass die Gutscheine eingelöst werden.» (rm)