Zum Unfall kam gegen 7.45 Uhr. In einer Produktionshalle der Firma Auverna trat ein chemischer Stoff aus. Dabei handelt es sich um rund 10 Liter Tetrachlorethylen. Dieses wird in der Firma Auverna, die Präzisionsdrehteile für unterschiedlichste Branchen produziert und 2018 ihr 95-jähriges Bestehen feierte, als Entfettungsmittel eingesetzt. «Das führt vor allem zu Atemwegreizungen und kann auch zu Schädigungen führen», erklärt Ralf Koster, Fachspezialist Umwelt/Elementarintervention SGV gegenüber TeleM1.

Der giftige Stoff sei nicht aus dem Gebäude ausgetreten, weil sie schwerer seien als Luft. Deshalb bestand weder Gefahr für die Bevölkerung noch für die Umwelt. Insgesamt sind bei der Auverna gemäss Homepage 19 Mitarbeitende beschäftigt. Die Angestellten, die sich am Morgen im Gebäude befanden und den chemischen Stoff einatmeten, wurden daraufhin zur Kontrolle ins Spital gebracht. Zehn Personen wurden mit Ambulanzfahrzeugen ins Spital gebracht. 

Ein Arbeiter, welcher sich laut Kantonspolizei in unmittelbarer Nähe des austretenden Mittels befand, wurde verletzt und von der Rega abgeholt. Laut «TeleM1» musste zudem ein Hund in eine Tierklinik gebracht werden. Niemand befand sich in Lebensgefahr.

Chemieunfall in Horriwil

Chemieunfall in Horriwil

Am Mittwochmorgen gab es einen Chemieunfall in Horriwil im Solothurner Wasseramt. Die Hälfte der Mitarbeiter einer Metallverarbeitungsfirma musste ins Spital gebracht werden.

Am Nachmittag konnten bereits einige Mitarbeitende das Spital wieder verlassen; auch dem Hund gehe es gut. Bleibende Schäden erlitt niemand. Am Donnerstag soll der Betrieb  in der Auverna wieder aufgenommen werden.

Weshalb das Lösungsmittel freigesetzt wurde, wird nun untersucht. Im Einsatz standen die Kantonspolizei Solothurn, verschiedene Rettungsdienste aus den Kantonen Bern und Solothurn, ein Rettungshelikopter der Rega, die Feuerwehr Horriwil und Angehörige der Chemiewehr der Feuerwehren Solothurn und Olten, das kantonale Arbeitsinspektorat, Schadensexperten des kantonalen Amts für Umwelt sowie der Solothurnischen Gebäudeversicherung. Der Einsatz dauerte bis in den Nachmittag hinein.

Bereits am Dienstag war es in Hägendorf zu einem Chemieunfall gekommen. Auch dort bestand keine Gefahr. Es wurde aber im Gegensatz zum Vorfall in Horriwil niemand verletzt. (ldu)