Attraktivierung
Campingplatz und Parkhaus: Er hat in Altreu Grosses vor

Beat Bürgin, der neue Besitzer der «Fischerstube», hat grosse Pläne. Er will unter anderem das Restaurant ausbauen und zusätzliche Parkplätze schaffen.

Nadine Schmid
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Grosse Pläne mit Fischerstube in Altreu
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Die Profile für das Parkhaus stehen bereits.
Besitzer Beat Bürgin und Pächterin Myrtha Steiner

Grosse Pläne mit Fischerstube in Altreu

Nadine Schmid

Das Storchendorf ist ein beliebtes Ausflugsziel. Es liegt an der Aare, hat einen Campingplatz und beherbergt das Infozentrum Witi. Auch führt der nationale und internationale Veloweg dort vorbei.

Nun soll ein grösseres Projekt realisiert werden. Beat Bürgin, seit 35 Jahren im Leberberg zu Hause, hat vor einigen Monaten die «Fischerstube» in Altreu erworben und versteht sich als Hobby-Unternehmer mit Visionen. Er hat einiges mit dem Restaurant und dem Grundstück vor.

Parkplätze und Camping

Das Gelände der «Fischerstube» ist gross, es liegt an günstiger Lage. Die Gartenwirtschaft liegt unter grossen schattigen Bäumen und der Haagbach fliesst vorbei. Bürgin: «Nach Altreu kommen viele Leute: Wanderer, Fischer, Schiffpassagiere, Velo- und Kanufahrer.» Im Dorf gäbe es zwar schon einige Angebote für die Besucherinnen und Besucher, doch es gebe etwas, das noch fehle. «Im Sommer kommen viele Autos, es mangelt an Parkplätzen. Dem soll ein Parkhaus gleich neben dem Restaurant Abhilfe schaffen.»

Im Parkhaus sei auch ein Abstellbereich für Velos vorgesehen. Ausserdem soll ein kleiner, aber feiner Campingplatz entstehen. «Es ist Bedarf da, wie ich so höre. An dieser Lage zwischen Grenchen und Solothurn hat ein Campingplatz immer Potenzial.» Myrtha Steiner, die die «Fischerstube» seit 28 Jahren führt, freut sich. «Meine Nichte wird die Führung des Campingplatzes übernehmen, das ist bereits abgesprochen.»

Das Projekt befindet sich noch in der Bewilligungsphase und soll so bald als möglich starten. Die Behörden von Selzach stehen den Plänen des Investors positiv gegenüber. Diese werden bald als Traktandum in einer Gemeinderatssitzung behandelt, wo Bürgin sein Projekt vorstellen kann.

Realisierung durchaus möglich

Auf Zonenkonformität und ein gutes Einfügen in den Weiler Altreu scheint bereits viel Wert gelegt worden zu sein. «Wir brauchen ein solches Angebot. Es klingt nach einer sehr guten Sache», nimmt Selzachs Gemeindepräsidentin Silvia Spycher auf Anfrage Stellung. Dem pflichtet auch Bauverwalter Thomas Leimer bei. «Ich habe mir das Gelände bereits angesehen, eine Realisierung scheint möglich.»

Bürgin freut sich über den bisher positiven Ablauf des Planverfahrens und ebenso auf die weitere gute Zusammenarbeit. Auch bei Solothurn Tourismus stösst das Projekt auf Anklang. «Altreu ist ein Angelpunkt, wo man vor der Weiterreise gerne eine Rast einlegt. Von Altreu aus kann man ausserdem die regionalen Ausflugsziele gut erreichen», hält Direktor Jürgen Hofer fest. Und: «Mit diesem Projekt wird eine Angebotslücke geschlossen.

Dorfbeiz bleibt Dorfbeiz

«Mir ist wichtig zu erwähnen, dass ich die Dorfbeiz als solche in Altreu erhalten möchte; sie soll weiterhin ein Treffpunkt für die Anwohner sein», betont Bürgin. In letzter Zeit hätten Gerüchte die Runde gemacht, was er mit der Beiz vorhabe. So auch, dass sie womöglich einem Neubauprojekt weichen müsse. Dies dementiert er deutlich. Pächterin Myrtha Steiner werde allerdings tatsächlich in absehbarer Zeit in Pension gehen.

Das Restaurant – seit Jahrzehnten fast unverändert – befindet sich gemütlich und etwas versteckt in einem alten Bauernhaus. Sanierungsarbeiten sind nötig. «Diese Situation hat mich zum Nachdenken gebracht und so kam ich auf die Idee, einige neue Attraktionen zu schaffen.» Neben der bedienten Küche wird es im «Säli» einen Self-Service-Bereich geben. Im Obergeschoss, wo momentan noch Myrtha Steiner wohnt, werden ein, bis zwei Ferienzimmer entstehen.

Bürgin wird das Projekt sowie die genaueren Sanierungspläne den Interessierten heute Freitag im Kegelbahngebäude auf dem Gelände der «Fischerstube» vorstellen. Dabei sind auch Anregungen und Meinungen der Besucherinnen und Besucher willkommen. Der Info-Anlass beginnt um 18.30 Uhr, der Apéro ist offeriert.

Hierbei handelt es sich um einen 1. April-Scherz

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