Bucheggberg
Schwimmbad-Sanierung in Messen muss warten

Der Gemeinderat Buchegg verweigert noch seine Zustimmung für die Sanierung des Schwimmbads in Messen. Alle Gemeinden, die profitieren, sollen mit zahlen.

Urs Byland
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Die wunderschön gelegene Badi Messen muss saniert werden.

Die wunderschön gelegene Badi Messen muss saniert werden.

Hanspeter Bärtschi/Archiv

Das Schwimmbad Messen muss saniert werden. Aber der Gemeinderat Buchegg tat sich schwer, diese Sanierung durchzuwinken. Von den erwarteten Kosten von 3,5 Mio. Franken für die Sanierung muss Buchegg, eine der vier Gemeinden (Buchegg, Fraubrunnen, Messen, Unterramsern) im Verbund, 6,35 Prozent übernehmen. Das sind etwas mehr als 220'000 Franken.

Diese Kosten würden über 33 Jahre abgeschrieben, was wiederum rund 6000 Franken jährlich entspricht. Bezahlen muss Buchegg, das selber ein Schwimmbad in Mühledorf unterhält, für die gut 320 Einwohnerinnen und Einwohner in den Dorfteilen Brittern und Aetingen im Limpachtal.

Die Sanierung ist eigentlich unbestritten

Ist eine Mehrheit der vier Gemeinden für die Sanierung, wird das Projekt durchgezogen. Sind zwei der vier Gemeinden dagegen, müsste die Sanierung nochmals erörtert werden. Diese ist allerdings unbestritten. Manche Anlageteile sind 50 Jahre alt. Will das Schwimmbad weiterhin eine Betriebsbewilligung erhalten, muss das Sanierungsprojekt schon bald vollzogen werden. «Wir wollen das Schwimmbad fit machen für die nächste Generation. Saniert wird nicht in ein Luxusprojekt. Wir machen nur das Minimum, was gesetzlich nötig ist», erklärt Verbandsvorstand Peter Iseli.

Ein Ausstieg aus dem Zweckverband ist möglich, aber die Sanierung müsste trotzdem mitgetragen werden. Kurz gestreift wurde auch die Möglichkeit eines Rückbaus. Dieser würde Buchegg anteilsmässig auf 150'000 Franken zu stehen kommen.

Zwei Schwimmbäder unter einen Hut bringen?

Aber das wollte im Gemeinderat niemand. Manche haben eine ebenso innige Beziehung zur schön gelegenen Badi Messen, wie andere zur Badi in Mühledorf. Was aber im Gemeinderat zum Ausdruck kam, war der Wunsch einer Beteiligung weiterer heute abseitsstehenden Gemeinden wie Schnottwil, Biezwil oder Lüterswil-Gächliwil. Es sei ungerecht, dass die Bevölkerung dieser Gemeinden das Schwimmbad nutze, sich aber nicht finanziell beteilige.

«Mein Herz schlägt für die Badi Mühledorf», erklärte Bruno Bartlome. «Wir haben dort eine Verpflichtung und müssen schauen, dass unsere Ortsteile gleichberechtigt sind.» Seine Rechnung ergebe, dass künftig in Messen pro Kopf aus den Buchegger Dorfteilen 37 Franken pro Jahr ausgegeben werden. In Mühledorf seien es nur 22 Franken. Die Lüterkofer zahlen mit ihrem freiwilligen Beitrag an das Schwimmbad Mühledorf 10 Franken pro Einwohner. Schnottwil, Biezwil und Lüterswil-Gächliwil würden sich nirgends beteiligen. Niklaus Fischer hieb in dieselbe Kerbe. Er könne der Sanierung nur zustimmen, wenn alle Gemeinden im Bucheggberg diese mittragen. Thomas Stutz mahnte, man dürfe nicht die beiden Schwimmbäder miteinander vergleichen, sei doch die Infrastruktur unterschiedlich.

Gemeindepräsidentin Verena Meyer schlug vor, einerseits die Gemeinden zu einem freiwilligen Beitrag zu bewegen, andererseits die Möglichkeit eines Zweckverbandes für beide Schwimmbäder anzustreben. Das sei eine Überlegung wert. Der Gemeinderat entschloss sich in der Abstimmung, mit einem Entscheid für oder gegen die Sanierung des Schwimmbads Messen noch zuzuwarten und zuerst abzuklären, ob sich weitere Gemeinden freiwillig an dieser beteiligen würden, sowie in zweiter Priorität die Gründung eines grösseren Zweckverbands anzustreben.

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