Buchegg
Das Leitbild weist den Weg in die Zukunft

Die Gemeindeversammlung Buchegg genehmigt das Räumliche Leitbild und das Reglement zum Planungsausgleich.

Marlene Sedlacek
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Das Räumliche Leitbild von Buchegg wurde von der Gemeindeversammlung genehmigt. Hier ein Blick auf den Dorfteil Bibern.

Das Räumliche Leitbild von Buchegg wurde von der Gemeindeversammlung genehmigt. Hier ein Blick auf den Dorfteil Bibern.

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Eine reich befrachtete Traktandenliste lockte 89 Stimmberechtigte an die ausserordentliche Gemeindeversammlung in Buchegg. Über zwei Themen gab es abzustimmen und drei Projekte wurden vorgestellt.
Der Gemeinderat legte das räumliche Leitbild zur Genehmigung vor. Eine breit aufgestellte Arbeitsgruppe hatte vor zwei Jahren bei den Einwohnern und Einwohnerinnen ausgeforscht, welche Hoffnungen, Visionen, und Zielrichtungen sie für die Gemeinde in den nächsten 20 Jahren haben.

Die Stärken und Schwächen der vergangenen Entwicklung wurden zusammengetragen. In die Analyse flossen verschiedenste Aspekte ein wie Gewerbe, Landwirtschaft, Arbeitsplätze, Orts- und Landschaftsbild, öffentlicher Verkehr und viele mehr. Die nach einem Mitwirkungsverfahren eingegangenen 47 Beiträge wurden nach Möglichkeit berücksichtigt. Der Souverän segnete nun das Leitbild mit 84 Stimmen ab.

Mit 78 Stimmen nahmen die Anwesenden auch das Reglement zum Planungsausgleich an. Die Gemeinden sind dazu verpflichtet, Ausgleichszahlungen bei Umzonungen von Grundstücken vorzunehmen. Landbesitzer, deren Land ausgezont wird, erhalten eine Entschädigung.

Im umgekehrten Fall müssen die Besitzer eine Abgabe entrichten. Damit wird ein Fonds gespiesen, der Auszonungen finanziert. Der Gemeinderat hat sich für einen Abgabesatz von 30 Prozent auf die Preisdifferenz entschieden, wie viele andere Solothurner Gemeinden auch.

Autofahrer sind erschreckend schnell unterwegs

Die spi Planer und Ingenieure AG hatte den Auftrag, ein Konzept zum Schutz des Langsamverkehrs auf dem Gemeindegebiet zu erarbeiten. Die Studie der Planer hat ergeben, dass 85 Prozent der motorisierten Verkehrsteilnehmer in allen Ortsteilen auf den Kantonsstrassen zu schnell unterwegs sind. Spitzenreiter mit 77 km/h ist die Brügglenstrasse in Mühledorf. Christian Sigrist, Mitglied der Geschäftsleitung, präsentierte nicht nur teure bauliche Massnahmen, sondern auch Lösungen mit einfachen Markierungen.

Eine Kernfahrbahn mit aufgemalten Bändern oder Radstreifen würde die Strassen rein optisch verengen und zu einer Geschwindigkeitsreduktion beitragen, meinte er. Trotzdem habe das Gesamtprojekt ein ordentliches Preisschild dran. Es wird über zwei Mio. Franken kosten. Davon wird die Gemeinde rund 400'000 Franken selber berappen müssen.

Eine zuverlässige Wasserversorgung

Der Zweckverband Wasserversorgung Mittlerer Bucheggberg soll den bestehenden Zweckverband Schöniberg ersetzen und in den Gemeinden Buchegg, Lüterswil-Gächliwil und Unterramsern eine zuverlässige Versorgung mit qualitativ gutem Wasser sicherstellen.

Die Gebühren im neuen Verband seien mit den bisherigen Gebühren vergleichbar, erklärte Berater Reto Vescovi. Nicht alle konnten sich jedoch mit der jährlichen Grundgebühr von 240 Franken anfreunden. Dies würde kleine Haushalte benachteiligen. Zudem sei eine geringere Verbrauchsgebühr bei höherem Bezug nicht im Sinne eines verantwortlichen Wasserverbrauchs. Im Juni wird an den Gemeindeversammlungen über den Zweckverband abgestimmt.

Weiter wurde zum Projekt Sanierung Schwimmbad Messen informiert.