Gemeindeversammlung
Bellach beruhigt seine Strassen ohne Polemik und Streit

In der Bellacher Gemeindeversammlung von letzter Woche wurden ohne Diskussionen Massnahmen zur Verkehrsberuhigung gutgeheissen.

Judith Frei
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Das Tempolimit wird in verschiedenen Teilen des Dorfes reduziert. (Symbolbild)

Das Tempolimit wird in verschiedenen Teilen des Dorfes reduziert. (Symbolbild)

Keystone

Letzte Woche wurde in Bellach das Budget genehmigt. Darin sind auch die Kosten für die Massnahmen zur Schulwegsicherheit und Verkehrssicherheit enthalten. Das heisst: Wenn alles nach Plan läuft, wird ab nächstem Sommer in Bellach Nord, Ost und West Tempo 30 eingeführt. Die Industriezone ist von diesen Massnahmen ausgenommen. Bei den Schulhäusern Franziskanerhof und Kaselfeld gibt es Begegnungszonen. Kostenpunkt insgesamt: 255'000 Franken.

Initiiert wurde die Verkehrsberuhigung durch eine Petition von Silvia Fröhlicher. Der Primarlehrerin, Kantonsrätin und Co-Präsidentin der SP Bellach ist das Thema Verkehrssicherheit wichtig. «Mir sind sichere Schulwege wichtig. Als Primarlehrerin kannte ich die gefährlichen Stellen», sagt sie. So hat sie mit anderen SP Mitgliedern im Sommer 2018 für drei Monate Unterschriften für die Petition gesammelt.

Im Gespräch mit den Einwohnern bemerkte sie, dass sie mit ihrem Anliegen auf offene Ohren stösst: «Acht von zehn Bellacher haben sofort unterschrieben.» Sie vermutet, dass dadurch dieser Budgetposten an der Gemeindeversammlung unbestritten war. «Ich bin mit diesem Resultat sehr zufrieden und bin froh, dass die Behörden die Petition so gut umgesetzt haben.»

Eine Arbeitsgruppe half an der Umsetzung der Petition

Die eingereichte Petition wurde in den letzten zwei Jahren von der Arbeitsgruppe Mobilität und Energie umgesetzt. Deren Präsident, Felix Glatz-Böni, erklärt, dass man das Anliegen pragmatisch angegangen sei: «Die Eingriffe sind minimal und im Sinne von ‹nur so viel wie nötig›.» Nebst der Signalisierung mit Toren gibt es beispielsweise neue Parkplätze und Pfosten am Strassenrand sowie Stellen mit eingefärbtem Belag, um die Fussgängersicherheit zu steigern.

«Die Zentrumszone entlang Dorfstrasse, Tellstrasse und Gärisch mit intensiver und vielfältiger Nutzung von Schulhaus 2, Post, Gemeindehaus, Coop mit Blumenladen und Dorfrestaurant ist noch ein Knackpunkt», meint Glatz-Böni. Dort müsse noch sorgfältiger und vertieft abgeklärt und geplant werden. Die AG wird sich auch in Zukunft noch mit der Verkehrsberuhigung auseinandersetzen müssen. (jfr)

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