Deitingen
775-Jahr-Jubiläum wurde gebührend bis weit nach Mitternacht gefeiert

Die Deitinger feiert nach 25 Jahren wieder ein Dorffest. Und sassen auch dank des schönen Wetters lange zusammen.

Rahel Meier
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775 Jahre Deitingen: Gutes Wetter, viele Leute und viel gute Laune.
43 Bilder
775 Jahre Deitingen: Töfflitreffen
775 Jahre Deitingen: Töfflitreffen
Die schnäuschte vo Deitige
Siegerehrung Schnäuschte Deitinger
Siegerehrung Schnäuschte Deitinger
Den Pokal erhalten Sophie Schor und Simon Büttiker
Den Pokal erhalten Sophie Schor und Simon Büttiker
Fotoausstellung mit früheren Klassenfotos
Beim Koffermarkt gibts immer etwas zum Finden
In der Soldatenstube wird mit einer alten Militärküche gekocht
Das Kaffestübli
Die Chäslochbrätscher eröffnen den Festakt
Die Chäslochbrätscher eröffnen den Festakt
Unter den Gästen ist auch Kantonsratspräsidentin Verena Meyer
Ansprache von Regierungsrat Roland Fürst
Slam Poet Valerio Moser
Dani Fohrler interviewt Anton Kofmel
Dani Fohrler interviewt Kindergärtnerin Monika Häni-Hädener
Dani Fohrler interviewt Gerold Kofmel
Dani Fohrler interviewt Gemeindepräsident Bruno Eberhard und den Präsidenten der Bürgergemeinde Martin Kofmel
Gemeindepräsident Bruno Eberhard, Ständerat Pirmin Bischof, Nationalrat Walter Wobmann, Bürgergemeinde-Präsident Martin Kofmel
Das Jahrgänger-Treffen im Festzelt
775 Jahre Deitingen - grosses Dorffest
Die Jahrgänger freuen sich über das Wiedersehen
Die Jahrgänger freuen sich über das Wiedersehen
Konzert der Musikgesellschaft Deitingen
Fallschirm-Demosprung mit Punktlandung

775 Jahre Deitingen: Gutes Wetter, viele Leute und viel gute Laune.

Hanspeter Bärtschi

Die Deitinger sind bekannt dafür, dass sie festen können. So wundert es nicht, dass am grossen Dorffest viele lange sitzen blieben und das laue Sommerwetter bis weit nach Mitternacht genossen. Dabei wurde viel gelacht und an den Jahrgängertreffen, die in das Dorffest integriert waren, wurden viele alte Geschichten erzählt. «Geschichten»: Unter diesem Motto stand auch der offizielle Festakt am Samstagnachmittag, der von Dani Fohrler moderiert wurde. Fohrler ist selbst ein Deitinger und im «Usego-Lädeli» aufgewachsen. Er kennt deshalb auch die Übernamen, die man den Deitingern gegeben hat. «Da viele den gleichen Nachnamen haben, brauchte man diese Übernamen, um die Familie auseinanderzuhalten.»

So bat Fohrler als Erstes gleich «den Spöner», Anton Kofmel auf die Bühne. Dessen Vater war Schreiner, dabei fliegen die Späne und daraus ergab sich der Name. Kofmel hat sich intensiv mit der Deitinger Geschichte der letzten 50 Jahre beschäftigt und diese in einer Festschrift niedergeschrieben. Dabei kommt auch der Deitinger Ehrenbürger Willi Ritschard vor, der seine 26 ersten Lebensjahre in Deitingen verbrachte und erst später nach Luterbach zog, wo er seine politische Karriere begann, die ihn bis in den Bundesrat führte.

Landammann Roland Fürst überbrachte die Grüsse der Regierung. «Als Gunzger liegt mir Deitingen nahe», erklärte er. Beide Gemeinden seien geschädigt durch die Autobahn. In beiden Gemeinden liege ein Autobahnkreuz in der Nähe und es gebe auch in beiden Orten Autobahnraststätten. «Trotzdem haben beide Ortschaften einen ländlichen Charakter und eine hohe Wohnqualität.»

Thematisiert wurde am Festakt auch das Verhältnis zwischen Einwohner- und Bürgergemeinde. Mit der Kiesgrube hat die Bürgergemeinde nämlich eine gute Einnahmequelle und hat so beispielsweise die Infrastruktur des Dorffestes gesponsert. «Auch sonst helfen wir immer wieder gerne», erklärte Bürgergemeindepräsident Martin Kofmel. Und Gemeindepräsident Bruno Eberhard meinte: «Die Deitinger haben einen guten Zusammenhalt. Nur dank unserer 34 Vereine konnten wir dieses Fest überhaupt durchführen.

Neben den Geschichten, Gesprächen und Reden war auch Unterhaltung angesagt. Slampoet Valerio Moser, dessen Grosseltern aus Deitingen sind, interpretierte sein Verhältnis zum Fussballclub Deitingen und erinnerte sich an Familienfeste im Dorf.

Wunderbares Fest ohne negative Zwischenfälle

Ein durchwegs positives Fazit zieht OK-Präsident Stefan Stüdi. Er habe zwar nicht viel Schlaf bekommen in den beiden Dorffest-Nächten und seine Stimme sei ebenfalls verloren gegangen. «Aber es hat alles reibungslos funktioniert.» Hektisch wurde es laut Stüdi einzig während der Rangverkündigung der «schnäuschte Deitiger». Weil gleich anschliessend der offizielle Festakt war, gab es ein Gedränge im Zelt und viele beklagten sich darüber, dass es zu laut war und man die Reden nicht hörte. «Wir hatten auch Glück mit dem Wetter und es gab keinerlei unangenehmen Zwischenfälle.» Das sei bei geschätzten 1500 Festbesuchern schon nur am Samstag nicht selbstverständlich.

Viele Attraktionen mit eingebunden

Neben den vielen Stübli die zum Sitzen und Plaudern einluden, gab es diverse Veranstaltungen, die in das Dorffest integriert wurden.

Angefangen bei den Auftritten der Musikschule, der Feuerwehrchallenge, Bastelangeboten für die Kinder, einem ökumenischen Gottesdienst, einem Töfflitreffen, einer Ausstellung in der Kirche mit offenen Kirchturm bis hin zu einem Fallschirm-Demosprung. Dazu kam das Rennen um «die Schnäüschte vo Deitige» und die Fotoausstellung der Archivkommission, die sich quer über die ganze Bahnhofstrasse erstreckte. Weiter war es möglich Dart zu spielen, sich am 10-m-Schiessstand zu versuchen oder auf dem antiken Rösslispiel zu vergnügen. Zudem wurde am Dorffest erstmals das Deitinger Bier ausgeschenkt.

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