Schnottwil
140 Oberstüfeler im Wald: «Wir lieben unsere Wälder»

Der Schulverband Bucheggberg führte in Schnottwil einen Waldtag für seine Oberstufe durch.

Gundi Klemm
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Waldtag der Schule Schnottwil
13 Bilder
Der Baum muss vor dem Fällen beurteilt werden
So fällt man einen Baum
Muskeltraining einmal nicht im Fitnessstudio
Muskeltraining einmal nicht im Fitnessstudio
Muskeltraining einmal nicht im Fitnessstudio
Wer trifft am Besten beim Tannenzapfenwerfen?
Wer trifft am Besten beim Tannenzapfenwerfen?
Balance-Übungen auf dem Baumstamm
Hier erfahren die Schüler mehr über die heimischen Waldtiere
Hier erfahren die Schüler mehr über die heimischen Waldtiere
Rhythmische Trommelklänge schallen aus dem Waldhaus
Rhythmische Trommelklänge schallen aus dem Waldhaus

Waldtag der Schule Schnottwil

Hanspeter Bärtschi

Vieles von dem, was wir irgendwann in unserer jugendlichen Bildungsbiografie kennen lernen, können wir später beurteilen und auch wertschätzen. Dies gilt für unterschiedlichste wissenschaftliche und kulturelle Belange, vor allem aber auch für das Leben mit der Natur. Um diese Ganzheitlichkeit im Unterrichtsgeschehen bemüht sich die Oberstufenschule des Schulverbandes Bucheggberg in Schnottwil mit vielgestaltigen «Inputs».

Bereits zum fünften Mal hat sie deshalb zum Waldtag eingeladen, der im Zweijahresturnus in den ausgedehnten Waldungen rund um Schnottwil durchgeführt wird.

Am Dienstag standen dem Organisator, Sekundarlehrer Christoph Ramseyer, und seinem Kollegium viele hilfreiche Kräfte zur Seite. Im kantonalen «Chefförster» Ulrich Stebler, der selbst in der Gemeinde wohnt, vermittelte ein «forestrischer» Fachmann wesentliche Unterstützung, zu der die Jagdgesellschaft Schnottwil/Biezwil, die Bürgergemeinde Schnottwil und die örtlichen Landfrauen beitrugen.

Informativ, sportlich und kreativ

Für die 140 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe war ein vielseitiger Rundgang vorbereitet. Spiel und Spass wechselten sich an den 10 Stationen mit Informationen durch kundige Fachleute ab. Mit anschaulichen Tierpräparaten waren Lukas Ordner und Manuel Schmid zur Stelle, um den Heranwachsenden einen Einblick in das Zusammenleben in der Waldgemeinschaft zu vermitteln.

Aufmerksame Zuhörer fanden ebenso die vier Referenten der Jagdgesellschaft, die einen Einblick in Hege und Pflege im 1000 Hektaren umfassenden Revier gaben.

Wie viel Sorgfalt und Planung nötig ist, um die so ausgewogen aus Laub- und Nadelwald bestehenden Wälder rund um Schnottwil weiter zu entwickeln, zeigten Mark Hunninghaus und Elias Flury. Dass Bäume zu fällen und dabei die geeignete Richtung zu treffen, eine Kunst ist, die von Forstwarten beherrscht wird, erlebten die Heranwachsenden bei Samuel Storchenegger und Roland Stauffer.

Auch die Nachzucht junger Bäume in Schonungen und die gesamte Waldökologie bildeten wichtige Themen. Zum Auflockern dazwischen waren Posten eingefügt, die von Lehrkräften betreut wurden. Fitness an «bäumigen» Geräten, ein Wurfspiel mit Tannenzapfen, ein kleiner Gelände-Parcours, bildnerisches Gestalten mit Holzkohle und schliesslich gar eine musikalisch-rhythmische Überraschung. Tobias Asumnig gestaltete mit allen 10 Gruppen jeweils 20 Minuten lang Trommel-Sequenzen, die aus dem Waldhaus schallten. Dort fand sich dann die grosse Waldgesellschaft zum Mittagessen ein, das von der gastgebenden Bürgergemeinde offeriert wurde.

Mit Heiterkeit

Alle Teilnehmenden waren für das am Morgen leicht regnerische Wetter und die feuchten Bodenverhältnisse praktisch bekleidet, um den Wald als vielfältigen Erlebnis- und Erholungsraum wahrzunehmen. «Statt dem bei etlichen Jugendlichen angesagten Chillen und ständiger Handynutzung in der Freizeit sehen wir es als Aufgabe unserer Schule, Unterrichtsbereiche zu öffnen und neben aller Kopflastigkeit für Herz- und Gefühlsbildung sowie Gemeinschaftsförderung zu sorgen», bekräftigte Organisator Ramseyer das Ziel dieses Waldtags.

Entspannt und heiter waren die Jugendlichen unterwegs. Auf die Frage, ob sie sich auch ohne diese Schulveranstaltung im Wald aufhalten, meinte die aus Laura, Jana, Lena, Michelle und Lea bestehende Mädchengruppe: «Na, klar, wir sind doch Landkinder und lieben unsere Wälder.»