Kanton Solothurn
«Weihnachtsgeschenk» für Robi Olten: Der kantonale Sozialpreis 2020 geht an den Verein

Das soziale Engagement im Kanton Solothurn ist vielseitig und stellt eine wichtige gesellschaftliche Stütze dar. Seit vielen Jahren zeichnet das Amt für soziale Sicherheit aussergewöhnliches Engagement mit zwei Preisen aus: dem Sozialpreis und dem Sozialstern. Letzterer wird dieses Jahr nicht verliehen.

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Der Verein Robi wird für ihr Engagement in der Integrationsarbeit in der Stadt Olten ausgezeichnet. (Symbolbild)

Der Verein Robi wird für ihr Engagement in der Integrationsarbeit in der Stadt Olten ausgezeichnet. (Symbolbild)

Symbolbild/Shutterstock

Mit dem Sozialpreis zeichne der Kanton Solothurn seit 2007 ausserordentliches soziales Engagement von Einwohnerinnen und Einwohnern, Institutionen, privaten und staatlichen Unternehmen aus, wie die Staatskanzlei Solothurn mitteilt. Dieses Jahr gehe der Sozialpreis an den Verein Robi in Olten. Die Jury zeichne damit das grosse Engagement in der Integrationsarbeit in der Stadt Olten aus.

Der Robi Olten habe in den letzten rund zehn Jahren sein Angebot für Schulkinder auf der rechten Aareseite stark ausgebaut – auch gerade auf Grund der gesteigerten Bedürfnisse in den betroffenen Quartieren, schreibt der Verein in einer Stellungnahme. Während den Öffnungszeiten des Pavillons im Vögeligarten besuchten im Schnitt jeweils mehr als 40 Kinder das dortige Angebot. Seit 2019 und noch bis 2021 wird das Programm im Vögeligarten mit dem Projekt «Integration durch Partizipation» bestritten. Mit diesem Projekt versuche der Verein Robi Olten die Kinder stärker in die Programmgestaltung miteinzubeziehen und damit die Verbindlichkeit der offenen Kinderarbeit zu erhöhen. Möglich sei das ausgedehnte Programm im Vögeligarten nur dank finanzieller und projekt-bezogener Unterstützung durch die Oltner Stiftung 3FO, sagt Robi-Vorstandsmitglied Christoph Studer. Er betonte zudem, dass der Sozialpreis Olten eine wertvolle und nachhaltige Anerkennung darstellt für das bereits fast 50-jährige Wirken des Robi Olten. Das mit der Auszeichnung verbundene Preisgeld von 20'000 Franken werde umgehend in die Arbeit mit den Oltner Schulkinder investiert und stelle für den Verein ein eigentliches «Weihnachtsgeschenk» dar.

Weiter waren folgende Organisationen und Einzelpersonen für den Sozialpreis nominiert:

  • Chris van den Broeke, Solothurn - für den selbstlosen Einsatz zugunsten einer beeinträchtigten Person in einer Krisensituation
  • Gemeinnütziger Frauenverein Olten – für das Projekt «Nesteldecken für demenzkranke oder betagte Menschen»
  • Cutohof, Buchegg – für die langjährige wertvolle Arbeit mit beeinträchtigten Menschen
  • Caritas Schweiz – für den unermüdlichen Einsatz während der anhaltenden Corona-Krise

Kein Sozialstern und Publikumspreis

Der Sozialstern richte sich an Unternehmen, die sich in besonderer Weise für die Integration psychisch beeinträchtigter Personen in den Arbeitsmarkt einsetzen, so die Staatskanzlei weiter. Dieses Jahr sei keine Bewerbung eingegangen, die diese Kriterien erfülle. Zudem entfalle der Publikumspreis, da die sonst öffentliche Preisverleihung coronabedingt nicht stattfinden könne. Somit werde in diesem Jahr ausschliesslich der Sozialpreis im Wert von 20'000 Franken verliehen.

Der Sozialpreis werde dem Verein Robi Olten im Januar 2021 durch Susanne Schaffner, Vorsteherin des Departements des Innern, vor Ort übergeben.

Portraits der Nominierten sowie alle vergangenen Gewinner/-innen des Sozialpreises finden Sie auf sozialpreis.so.ch. (sks)

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