Das Wetter passte perfekt zur 7. Leserwandern-Etappe: Während des Lama-Trekkings vom Schloss Buchegg ins solothurnische Tscheppach herrschte tierische Hitze. 38 Grad zeigte das Thermometer an. Die Lamas waren froh, als sie nach der Tour in ihren Wagen steigen und mit kühlem Fahrtwind im struppigen Haar zurück auf ihren Hof fahren konnten. Sirius, Victor, Pluto und Chino liessen sich zuvor auf der zweistündigen Wanderung von den Nachwuchs-Leserwanderern an der Leine führen und streicheln.

Doch die Lamas von Tanja Burkolter und Ernesto Romano können noch viel mehr. 18 Tiere halten die Lama-Profis und bieten nebst Wander- und Trekking-Erlebnissen auch Reit-Therapien und Altersheimbesuche an.

Überhaupt sind Lamas äusserst vielseitig begabte Viecher.

Haben Sie zum Beispiel gewusst, dass …

… Lamas nicht nur als Wanderbegleiter und Lasttiere taugen, sondern bei Pilotprojekten auch erfolgreich im Herdenschutz eingesetzt werden? Im Tessin gibt es Schafherden, die statt von Schutzhunden von Lamas auf die Alpweiden begleitet werden. Mit ihrer hochgeschossenen Statur wirken die Tiere auf Wölfe bedrohlich. Lamas sind – anders als die Schafe und Ziegen, die sie beschützen – keine Fluchttiere, sondern greifen bei Gefahr an. Das schätzen die Wölfe gar nicht.

… dass Lama-Wolle so struppig ist, dass sie höchstens zum Stopfen von Matratzen oder Decken taugt? Ganz anders verhält es sich mit der Wolle der mit den Lamas verwandten Alpakas. Ihre Wolle ist weich und fein und wird zu Kleidern verarbeitet.