Die drei Täter bemängelten neben anderen Punkten, ihr Anspruch auf rechtliches Gehör sei verletzt worden. Das Obergericht des Kantons Solothurn habe verschiedene Beweisanträge abgewiesen. Die Täter hatten weitere Zeugenbefragungen und ein zusätzliches Fachgutachten gefordert.

Das Bundesgericht kommt in seinen am Donnerstag publizierten Urteilen zum Schluss, dass die Vorinstanz korrekt vorgegangen ist und die Urteile nicht willkürlich sind.

Mann erschossen, Frauen erstickt

Die drei Verurteilten hatten im Juni 2009 Margrit Dubey (55 Jahre), Pierre-André (60) und Tochter Dania (35) brutal ermordet. Der «Güggeli»-Brater Guido S. hatte Dania mit einem Plastiksack über dem Kopf erstickt. Der ehemalige Spitzensportler Patric S. hat dasselbe Prozedere bei der Mutter angewendet und Pierre-André durch einen Kopfschuss getötet.

Mittäterin Ruth S. war jedoch an der Planung und Organisation der Morde beteiligt. Die beiden Männer hatten Schulden bei der Hundezüchterin.

Die Verurteilten erhofften sich bei der in Schenkkreise verwickelten Familie fette Beute. Alle drei Tatbeteiligten hatten sich selber an Schenkkreisen beteiligt. Sie fanden bei der Familie jedoch lediglich 5000 Franken, 600 Euro, Modeschmuck und vier Uhren. (sda/szr)

(Urteile 6B_644/2015, 6B_648/2015 und 6B_673/2015 vom 28.02.2015)