AEK
Sappi macht Strich durch die AEK-Rechnung

Die Schliessung der Papierfabrik Sappi in Biberist belastet den Geschäftsabschluss des Solothurner Energieversorgers AEK Energie AG massiv. Ausserordentliche Abschreibungen führten 2011 zu einem kleinen Gewinn von 0,6 Millionen Franken. Im Vorjahr resultierte noch ein Überschuss von 7,6 Millionen Franken.

Franz Schaible
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Die Schliessung der Papierfabrik Sappi in Biberist belastet die Rechnung der AEK Energie AG

Die Schliessung der Papierfabrik Sappi in Biberist belastet die Rechnung der AEK Energie AG

Solothurner Zeitung

Der konsolidierte Umsatz sank 2011 um 6,6 Prozent auf 190,5 Millionen Franken, wie die AEK Energie AG an der Bilanzmedienkonferenz bekanntgab. Der Stromabsatz reduzierte sich um 8 Prozent auf rund 1100 Millionen Kilowattstunden. Sehr zufrieden zeigt sich der Stromversorger mit dem Betriebsergebnis, welches mit 11 Millionen Franken um 30 Prozent höher ausgefallen ist als im Vorjahr. «Wir haben operativ sehr gut gearbeitet», sagte Verwaltungsratspräsident Ulrich Bucher.

Sappi belastet den Geschäftsabschluss

Doch die Schliessung der Papierfabrik Sappi in Biberist hatte «finanziell erhebliche negative Auswirkungen», erläuterte AEK-Direktor Walter Wirth. Der Energie Biberist AG (Ebag), welche mit Dampf aus der Kebag ein Gas-Kombi-Kraftwerk für die Versorgung der «Papieri» betrieb, musste stillgelegt werden.

An der Ebag ist AEK mit 40 Prozent beteiligt. Ein grosser Teil der getätigten Investitionen mussten abgeschrieben werden. Unter dem Strich resultierte noch ein Jahresgewinn von 0,6 Millionen Franken, nach 7,6 Millionen im Vorjahr.

«Wir haben alle Berichtigungen im 2011 verbucht»

Im laufenden Jahr sollte der Gewinn wieder «normale Höhen» erreichen, weil keine Sonderabschreibungen im Zusammenhang mit der Sappi-Schliessung anfallen sollten. «Wir haben alle Berichtigungen im 2011 verbucht», versicherte Bucher.

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