Verunsicherung

Opfer von Erpresser-Mail: «Ich dachte wirklich, jetzt wurden wir gehackt»

Erpresser-Mails werden immer dreister

Erpresser-Mails werden immer dreister

Im Kanton Solothurn macht ein Erpressermail die Runde, welches besonders echt aussieht. Gefordert wird in der Mail Geld in Form von Bitcoins.

Ein Betrüger-E-Mail, das auch im Kanton Solothurn seine Runden macht, sorgt für Verunsicherung bei Opfern – vor allem weil es den Anschein macht, als ob es von der eigenen Adresse aus gesendet wurde.

Man sei «ein grosser Perverser», heisst es im Erpresser-E-Mail, welches einige Leute in den letzten Tagen erhielten. Insgesamt rund zwei Dutzend Meldungen gingen bei der Solothurner Kantonspolizei ein. Auch bei dieser Zeitung landete eine solche Nachricht im Posteingang – mit dem Absender «frauke603».

Barbara Ryf bekam eine E-Mail mit anderem Absender – sich selbst. «Die E-Mail kam von unserer Adresse, und das kam mir schon komisch vor», sagt die Oberaargauerin gegenüber TeleM1. Sie habe gedacht, dass ihr Konto gehackt worden ist.

Auszug aus dem Erpresser-Mail.

Auszug aus dem Erpresser-Mail.

Laut Polizei handelt es sich hier aber um reine Angstmacherei. Die E-Mails wurden als Massenversand mit gefälschten Absenderadressen unter die Leute gebracht. Dass die Betrüger aber immer gerissener und damit glaubwürdiger werden, ist auch für die Polizei ein grosses Problem. Die deutsche Sprache sei mittlerweile gut, es gebe kaum mehr Fehler. «Deshalb ist es umso wichtiger, vorsichtig zu sein und zu denken, bevor man klickt», sagt Thomas Kummer, Mediensprecher der Kantonspolizei gegenüber dem Regionalsender. Man könne auch im Umfeld nachfragen, ob andere solche Mails erhalten hätten. 

Das Wichtigste überhaupt: Niemals auf die Forderung eingehen und bezahlen. Im aktuellen Fall wollen die Betrüger eine Überweisung der Kriptowährung Bitcoin.

Barbara Ryf ging nicht auf die Forderung ein. «Löschen und ignorieren ist das einzige, das man machen kann.» (ldu)

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