Fasnacht im Solothurn
Naaren-Dekrete zeigen bereits Wirkung

Viel närrisches Publikum liess sich am Samstagnachmittag in Egerkingen für den farbenprächtigen Umzug begeistern.

Remo Fröhlicher
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Die Quöuebödeler aus Wynau ziehen mit VW Käfer und historischem Wohnwagen als Grenzgänger davon.

Die Quöuebödeler aus Wynau ziehen mit VW Käfer und historischem Wohnwagen als Grenzgänger davon.

Remo Froehlicher

Trotz neuem Egerkinger Fasnachts-Dekret wagten es auch viele «Grenzgänger», am Strassenrand zu applaudieren. Der Naarerot Egerkingen unter Aebi I. startete unter dem Motto «Legände und Höude» als Tellensöhne und -töchter in der heilen Bergwelt. Zuoberst auf dem Wagen die stolze Tanne aus Egerkingen, welche die Standfestigkeit der «Höude» unterstrich, begleitet von den unermüdlich hornenden und schlagenden Chräieschränzern.

Mehrzweckhalle: 2017 oder 2047?

Das «Aktive Alter» präsentierte etwas provokativ den Tyrannen Gessler. Ruhmreiche Ritter und Astronauten vom Chindsgi und Globis von der Primarschule hatten den Schutz der helvetischen Tellenleute aber jederzeit im Griff.

Während der Club 15 der «Sänf Duube» aus Neuendorf bereits Party feierte, die «Ou Bäse Woufu» in Nostalgie rockten und die «Ohregröble Härchenge» als älteste Gäuer Gugge tüchtig einheizte, mühte sich die Zeitmaschine der «Schopfguggerzunft» aus Oberbipp mit dem Neubau der Mehrzweckhalle ab. 2017 oder 2047? Nun, die Bauarbeiter waren immerhin schon vor Ort.

Der feuerspeiende Drachen der «Chräägeler» aus Niederbuchsiten schien sich gegen die neuen Fasnachts-Dekrete der Egerkinger zu wehren, liess sich aber vom «Poulet», dem Wikinger-Helden aus dem Dorf, recht rasch besänftigen. Dass aber die neuen Naaren-Dekrete gegen eine Überfremdung der Grossagglomeration Egerkingen doch schon zu wirken begannen, zeigten die «Quöuebödeler» aus Wynau. Mit VW Käfer und historischem Wohnwagen ratterten sie als Grenzgänger aus dem Konfettiregen auf und davon.

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