Die Schweizerin, welche am Samstagmorgen ihren Lebenspartner in einem Einfamilienhaus mit einem Messer so schwer verletze, dass dieser noch vor Ort verstarb, soll länger hinter Gitter bleiben. Am Montag gab die Solothurner Staatsanwaltschaft bekannt, den Antrag auf Untersuchungshaft ans Haftgericht des Kantons gestellt zu haben.

Am Dienstag fiel nun der Entscheid: «Wir können mitteilen, dass das Haftgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Untersuchungshaft wegen Kollusionsgefahr angeordnet hat», sagt Mediensprecherin Cony Zubler auf Anfrage. Indem die beschuldigte Frau in Haft behalten wird, soll also verhindert werden, dass sie die Beweiserhebung beeinflussen oder verunmöglichen kann. Es wird auch von Verdunkelungsgefahr gesprochen. Die Untersuchungshaft wurde laut Zubler für rund zweieinhalb Monate angeordnet. Nähere Angaben würden zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gemacht.

Die 56-jährige Spitex-Mitarbeiterin war am Samstag zuhause von der Polizei verhaftet und am Wochenende befragt worden. Über die Gründe für das Tötungsdelikt ist noch nichts bekannt. Die Ermittlungen laufen. Es wurde ein Strafverfahren wegen vorsätzlicher Tötung eröffnet.

Mörderinnen selten

Dass eine Frau zur Waffe greift, ist eher selten. «Grundsätzlich sieht man in den Kriminalstatistiken, dass Frauen in der ganzen Straftaten-Palette untervertreten sind», sagt der ehemalige Kriminalkommissar Markus Melzl gegenüber TeleM1.

Das letzte Tötungsdelikt mit einer Täterin geschah 2003 in Schönenwerd. Damals erschlug eine Frau ihren Mann mit einem Bügeleisen, weil er drohte, sie und die vier Kinder umzubringen. (ldu)

Frauen werden selten zu Mörderinnen

Frauen werden selten zu Mörderinnen

In Derendingen sticht die Frau am Samstag auf ihren Partner ein und tötet ihn. Die Umstände der Tat sind bisher unbekannt. Dass eine Frau zur Mörderin wird, habe Seltenheitswert, meint der ehemalige Kriminalkommissar Markus Melzl.