steigende Nachfrage
Krebsliga Solothurn sucht neue Mitglieder

Die Nachfrage nach Beratungsdienstleistungen steigt stetig an. Ein Grund weshalb die Organisation auf Spenden und neue Mitglieder angewiesen ist.

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Krebsliga-Präsident Andreas Eng (links) und Gastreferent Thomas Egger.

Krebsliga-Präsident Andreas Eng (links) und Gastreferent Thomas Egger.

zvg/zvg

Andreas Eng, Präsident der Krebsliga Solothurn, blickte anlässlich der Mitgliederversammlung 2016 in Solothurn auf ein erfolgreiches Tätigkeitsjahr 2015 zurück. Dazu gehört auch eine beinahe ausgeglichene Rechnung. «Innovative Kooperationen, ein jederzeit sorgsamer Umgang mit den Spendenmitteln und eine Hinterlassenschaft in ungewöhnlicher Höhe haben das vergangene Vereinsjahr geprägt», schreibt die Krebsliga Solothurn in einer Mitteilung.

Die Krebsliga Solothurn war mit ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung im Bürgerspital Solothurn zu Gast. Spitaldirektor Kurt Eichenberger fand in seiner Ansprache lobende Worte für die erfolgreichen gemeinsamen Aktivitäten und zeigte sich überzeugt: «Ohne die Krebsliga Solothurn wäre vieles nicht möglich.» Kantonsratspräsident Albert Studer (Hägendorf) hielt in seinem Grusswort fest, wie wunderbar es sei, dass es die Krebsliga als Organisation von Menschen für Menschen gebe. Sei es doch «unheimlich schwierig, mit einem schlechten Gesundheitszustand zurechtzukommen, jedoch unheimlich einfach, den Rat der Krebsliga Solothurn anzunehmen».

Nur dank Spendern möglich

«Wer direkt an die Krebsliga Solothurn spendet, hilft den krebskranken Menschen und ihren Angehörigen am meisten», so Präsident Andreas Eng (Günsberg). Die Krebsliga Solothurn ist dringend auf die Grosszügigkeit von Spenderinnen und Spendern angewiesen. Auch neue Mitglieder sind jederzeit willkommen, finanziert die kantonale Liga ihre Dienstleistungen doch zur Hauptsache aus Zuwendungen und Mitgliederbeiträgen.

Die Nachfrage nach Beratungsdienstleistungen steigt stetig an. Insgesamt suchten im vergangenen Jahr 578 Krebsbetroffene und Angehörige den Rat der Krebsliga Solothurn, 129 mehr als im Vorjahr. Trotz dieser Zunahme genügte im vergangenen Jahr noch das bestehende Team.

Dies auch dank der Tatsache, dass aufgrund einer Neuausrichtung der spitalexternen onkologischen Palliativpflege SEOP Ressourcen frei wurden. Moderat erweitert werden konnte das Kursangebot, zum einen mit zusätzlichen Workshops für Krebsbetroffene, zum andern mit einem Angebot «Trauercafé» für trauernde Angehörige.

Im Bereich Prävention wurden neue Besucherrekorde geschrieben: Die Infoabende zu den Themen Darmkrebs und Brustkrebs, gemeinsam durchgeführt mit den Solothurner Spitälern (soH), wurden von mehreren hundert Teilnehmenden besucht. Und der vom Start-up-Verein «monday’s kulturmanagement» in Zusammenarbeit mit der Krebsliga Solothurn lancierte Solothurner Brustkrebsmonat «Kultur sieht pink» konnte rund 1'000 Besucherinnen und Besucher verzeichnen.

Zahl der Betroffenen wächst

Im Anschluss an die ordentliche Mitgliederversammlung ging Gastreferent Thomas Egger (Solothurn), Leiter des Onkologiezentrums am Bürgerspital Solothurn, der Frage auf den Grund, ob es überhaupt ein solches Zentrum brauche. Darüber, dass dem ohne Zweifel so ist, blieb kein Zweifel offen.

Nicht nur die Zahlen zum im Januar 2015 eröffneten Zentrum sind beeindruckend, sondern auch der Blick auf aktuelle und künftige Entwicklungen. Eggers Ausführungen zur demografisch bedingten Zunahme an Krebserkrankungen und zu medizinischen Innovationen in der Onkologie, beispielsweise hinsichtlich neuer Substanzen und neuer Therapieformen, wurden von den Anwesenden mit grossem Interesse verfolgt. (mgt)

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