Kanton Solothurn
Neuer Anzeigenrekord im vergangenen Jahr: Die Solothurner Staatsanwaltschaft hat ihren Geschäftsbericht veröffentlicht

Eine grosse Steigerung der Fallzahlen bei Verbrechen und Vergehen konnte ebenfalls mit einer Steigerung der Anzahl Erledigungen wettgemacht werden. Das ist eine der Erkenntnisse aus dem Geschäftsbericht der Staatsanwaltschaft für das Jahr 2021.

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Auch im Jahr 2021 hatte die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn viel zu tun.

Auch im Jahr 2021 hatte die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn viel zu tun.

Hanspeter Bärtschi

Im vergangenen Jahr habe sich gezeigt, dass sich die 2020 vorgenommene Reorganisation innerhalb der Solothurner Staatsanwaltschaft bewährt habe. Insbesondere die interne Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Competence Centern und damit ein abteilungsübergreifendes Coaching habe sich gut eingespielt, heisst es in der Medienmitteilung zum Geschäftsbericht der Staatsanwaltschaft für das Jahr 2021.

Das habe sich etwa bei einem Fall von internationaler Kindesentführung gezeigt: Dabei habe das auf verdeckte Zwangsmassnahmen spezialisierte Competence Center die Ermittlungen von Anfang an unterstützt und den Fall schliesslich übernommen. Innerhalb von kurzer Zeit sei es in diesem Fall gelungen, das Kind zu finden und es dem obhutsberechtigten Elternteil zu übergeben.

«Über alle Geschäfte gesehen war im Berichtsjahr ein Rückgang der Aufträge zu verzeichnen und es konnten Pendenzen abgebaut werden», heisst es weiter. Das sei jedoch einzig mit einem signifikanten Rückgang des Massengeschäfts zu erklären.

Die für die Gesamtbelastung massgeblichen Eingänge der Anzeigen wegen Verbrechen und Vergehen seien drastisch angestiegen: Der vorjährige Rekord von 6806 Anzeigen wurde gemäss Staatsanwaltschaft im vergangenen Jahr mit 7833 deutlich übertroffen.

Angestiegen sind die Fallzahlen namentlich bei den Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz sowie im Bereich des (Internet-)Betrugs. Da bei den Verbrechen und Vergehen gemäss Mitteilung auch die Erledigungen deutlich hätten gesteigert werden können, sei es lediglich zu einem Pendenzenanstieg von 142 Fällen gekommen. (mgt)

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