Impfkampagne
Nachfrage nimmt ab: Solothurner Impfzentren reduzieren Öffnungszeiten – Booster nun auch ohne Voranmeldung möglich

Etwas mehr als ein Drittel der Solothurnerinnen und Solothurner haben sich bisher boostern lassen. Dass der grosse Ansturm mittlerweile vorbei ist, hat Auswirkungen auf die Impfzentren.

Raphael Karpf
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In den Impfzentren wird nun auch ohne Voranmeldung geboostert.

In den Impfzentren wird nun auch ohne Voranmeldung geboostert.

Hanspeter Bärtschi

Neuigkeiten von der Solothurner Corona-Impffront. Nachdem die Eidgenössische Kommission für Impffragen den Booster nun auch für 12- bis 15-Jährige empfiehlt, zieht der Kanton nach. Ab sofort kann sich auch diese Altersgruppe für den Booster anmelden, wird mitgeteilt.

Für diese Altersgruppe wird ausschliesslich der Pfizer-Impfstoff verwendet. Die Jugendlichen brauchen aber, zumindest in den Impfzentren, eine Unterschrift einer erziehungsberechtigten Person.

Und auch für Personen, die mit dem Janssen-Impfstoff geimpft wurden, kommt der Booster nun in Frage. Grundsätzlich wäre in diesen Fällen die Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff geplant, also mit Pfizer oder Moderna, schreibt der Kanton. Wer sehr schwer allergisch reagieren würde, oder wer grundsätzlich keine mRNA-Impfung wünsche, könne aber frühstens zwei Monate nach der ersten Janssen-Impfung eine zweite erhalten.

Mittlerweile sind 106'000 Solothurnerinnen und Solothurner geboostert. Das ist etwas mehr als ein Drittel der Bevölkerung. Mittlerweile sei die Nachfrage nach dem Booster aber deutlich zurückgegangen, teilt der Kanton mit.

Keine Voranmeldung mehr nötig

Aus diesem Grund kann man sich ab Februar ohne Voranmeldung in den beiden Impfzentren boostern lassen. Voraussetzung ist, dass die zweite Impfung mindestens vier Monate her ist. Ausgenommen davon sind Impfungen mit Janssen, dort ist eine Voranmeldung notwendig.

Zudem werden aufgrund der gesunkenen Nachfrage die Öffnungszeiten der Impfzentren reduziert. Sie sind ab Februar jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag von 10 Uhr bis 18 Uhr sowie jeden ersten Samstag im Monat von 10 bis 14 Uhr geöffnet.

Seit Anfang Jahr können auch Kinder ab fünf Jahren geimpft werden. Das geschieht zum einen in Kinderarztpraxen. Zum anderen führte der Kanton zwei Kinderimpftage in den Impfzentren durch. An diesen beiden Tagen wurden 1080 Kinder geimpft. Insgesamt liegt die Anzahl mittlerweile bei 1600, das entspricht acht Prozent der Kinder in dieser Alterskategorie.

Aufgrund der hohen Nachfrage an den Kinderimpftagen werden diese nun wiederholt, beziehungsweise es werden Impfnachmittage daraus. Und zwar am 2. und 16. Februar sowie am 2. und 16. März, jeweils von 14 bis 16 Uhr.

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