Derendingen

Ihren Mann erstochen: Staatsanwaltschaft beantragt U-Haft für 56-Jährige

Die Frau, die am Samstagmorgen in einem Einfamilienhaus in Derendingen ihren Lebenspartner erstochen haben soll, ist nach wie vor festgenommen. Nun hat die Staatsanwaltschaft U-Haft beantragt.

Nach dem Tötungsdelikt vom Samstag in Derendingen wurde eine Strafuntersuchung wegen vorsätzlicher Tötung eröffnet. Die mutmassliche Täterin soll in Haft bleiben. «Die Staatsanwaltschaft hat beim zuständigen Haftgericht Untersuchungshaft beantragt», teilt Mediensprecherin Conny Zubler auf Anfrage mit. Der entsprechende Entscheid sei noch ausstehend.

Die Staatsanwaltschaft hat jeweils ein Zeitfenster von 48 Stunden nach der polizeilichen Festnahme zur Verfügung, um entweder einen Antrag auf Untersuchungshaft beim Zwangsmassnahmengericht zu stellen oder die Person freizulassen. In diesem Fall soll die mutmassliche Täterin länger in Haft bleiben.

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In Derendingen sticht die Frau am Samstag auf ihren Partner ein und tötet ihn. Die Umstände der Tat sind bisher unbekannt. Dass eine Frau zur Mörderin wird, habe Seltenheitswert, meint der ehemalige Kriminalkommissar Markus Melzl.

Um U-Haft zu beantragen, müssen neben dringendem Tatverdachts aber besondere Haftgründe gegeben sein; wie Fluchtgefahr, Verdunkelungsgefahr oder Ausführungsgefahr. Wieso entschied sich die Solothurner Staatsanwaltschaft, die mutmassliche Täterin länger in Haft behalten zu wollen und deshalb den Antrag zu stellen? Dazu äussert sich die Mediensprecherin nicht. «Es gilt jetzt, den Entscheid des Haftgerichts abzuwarten», so Zubler.

Die 56-jährige Pflegerin soll am Samstagmorgen ihren Lebenspartner während einer Auseinandersetzung mit einem Messer erstochen haben. Trotz Reanimationsbemühungen der Rettungssanitäter verstarb der schwer verletzte 57-Jährige noch in der Wohnung. (ldu)

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