Energiestrategie
«Ein guter Deal für die Umwelt»

Die breit abgestützte Vorlage sei als Kompromisslösung «ein guter Deal für die Umwelt»: Die Solothurner Umweltverbände befürworten deshalb den vom Bundesrat vorgeschlagenen Weg zur Energiewende.

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Die Solothurner Umweltverbände unterstütze die Energiestrategie 2050 – Aber nur als Kompromisslösung. (Symbolbild)

Die Solothurner Umweltverbände unterstütze die Energiestrategie 2050 – Aber nur als Kompromisslösung. (Symbolbild)

KEYSTONE

Die Energiestrategie 2050 unterstütze die Umsetzung des Solothurner Verfassungsartikels zur Förderung von effizienter Energienutzung und erneuerbaren Energien. Diesem habe das Solothurner Stimmvolk im Mai 2014 deutlich zugestimmt. Die Solothurner Umweltverbände machen in einer Mitteilung mehrere Gründe für ein Ja zur Energiestrategie geltend.

So seien in Mooren, Auengebieten, Amphibienlaichgebieten, Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung neue Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien künftig von Gesetzes wegen ausgeschlossen. Eine Versorgung mit einheimischer, erneuerbarer Energie sei möglich, ohne noch mehr natürliche kleine Fliessgewässer zuzubauen.

Deshalb würden neue Kleinstwasserkraftprojekte künftig nicht mehr staatlich gefördert. Das sei auch gut für die Revitalisierungen und die Biodiversität im Kanton, wird festgestellt. Die Energiestrategie setze auf Energieeffizienz. Damit würden Biodiversitäts- und Klimaschäden vermieden.

Beim Gebäudesektor würden weitere Anreize für energieeffiziente Sanierungen geschaffen, um das Energiesparpotential der Gebäude zu nutzen. Der Energieverbrauch von Elektrogeräten werde weiter gesenkt: «Wir profitieren vom technologischen Fortschritt.» So würden Autos und Lieferwagen energieeffizienter.

Zur Förderung der erneuerbaren Energieproduktion aus Sonne, Wind, Geothermie und Biomasse gebe es künftig mehr Mittel. Und schliesslich: «Die Energiestrategie 2050 enthält ein Neubauverbot für Atomkraftwerke sowie ein Wiederaufbereitungsverbot.»

Im Komitee «Ja zur Energiestrategie», so unterstreichen die Umweltverbände, würden sich beide Ständeräte, drei Nationalräte und zahlreiche kantonale Exponenten von CVP, SP, FDP, Grünen, GLP und BDP engagieren. Daneben auch die Handelskammer und der Solothurner Bauernverband. (mgt)

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