Miss-Wahl
Diese beiden Schönheiten wollen Miss Nordwestschweiz werden

Anne-Marie Bulkan aus Luterbach und Caroline Beck aus Selzach haben dasselbe Ziel: Sie wollen Miss Nordwestschweiz werden und sich das Missen-Krönchen aufsetzen.

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Miss-Nordwestschweiz-Kandidatin Anna-Marie Buljan aus Luterbach (l.) und ihre Mitstreiterin Caroline Beck aus Selzach.

Miss-Nordwestschweiz-Kandidatin Anna-Marie Buljan aus Luterbach (l.) und ihre Mitstreiterin Caroline Beck aus Selzach.

Hanspeter Bärtschi

Caroline Beck

In drei Worten beschreibt sich die 18-jährige Caroline Beck als offen, kontaktfreudig und charakterstark. Die hochgewachsene Blondine hat klare Vorstellungen und Ziele für die kommenden Jahre. «Ich will erfolgreich meine Ausbildung abschliessen und Primar- und Oberstufenlehrerin werden», weiss die Fachmittelschülerin längst, die im Sommer ihre dreijährige Ausbildung abschliesst. Darauf folgt der Erwerb der Fachmaturität im Berufsfeld Pädagogik, und direkt im Anschluss strebt die Selzacherin ein Studium an der Pädagogischen Hochschule (PH) in Bern an. Und wie sehen die Pläne bezüglich Miss NWS aus? «Man hört immer wieder von Jugendlichen, die alles auf eine Karte setzen», erklärt Beck ihre Überlegungen, warum sie Modeln nur als Nebenjob in Betracht zieht. Und was wäre, wenn sie als Gewinnerin aus der Wahl hervorgeht? «Das wird beides irgendwie gehen», weiss die Schülerin. Schliesslich geht sie an den Wochenenden bereits ersten Modelaufträgen nach, schlägt daneben regelmässig Bälle im Tennis Club Grenchen und serviert im Nebenverdienst. «Ich bin da hineingerutscht», beschreibt die junge Frau ihre Modelanfänge.

Zufälligerweise ist die Siegerin der Miss Nordwestschweiz 2009, Anik Müller, ein Klassengspänli. «Sie hat mich gewissermassen zur Anmeldung überredet», so Beck. Den Ball ins Rollen hatte aber ein englischer Modelscout gebracht. Während eines Sprachaufenthalts in London folgte sie seiner spontanen Einladung an ein professionelles Casting. «Obschon ich für die Werbekampagne nicht ausgewählt wurde, hat sie mir doch erste Einblicke in die Modewelt gewährt.» Caroline Beck ist bereits an den Wochenenden für verschiedene Agenturen unterwegs. Die Wahl zur Miss Nordwestschweiz betrachtet sie als Sprungbrett und als Möglichkeit, spannende Erfahrungen zu sammeln. Deswegen abheben oder schon nur so wirken möchte sie keinesfalls. «Wahre Schönheit, sprich Herzlichkeit, Ausstrahlung und Sympathie, kommt von innen», betont sie. Die Frage, was ihr die persönliche Schönheit bedeutet, ist ihr schon fast unangenehm.
«I ha haut eifach Glück ka.» Aber irgendwelche unterstützende Schönheitsrituale muss es doch geben? Eine Gesichtsmaske gehört ins Schönheitsprogramm, und «im Frühling will ich versuchen, einmal die Woche draussen zu joggen», bestätigt Beck.

Anne-Marie Buljan

«Ich bin ehrgeizig, spontan und immer fröhlich», beschreibt Anna-Marie Buljan, Miss-Nordwestschweiz-Kandidatin aus Luterbach, mit drei Worten ihre Charakterstärken. Mit den langen, schwarzen Haaren und den haselnussbraunen Augen bildet sie einen starken Kontrast zu ihrer Solothurner Mitstreiterin Caroline Beck. Ehrgeizige Ziele verfolgen beide. Die aus Kroatien stammende Anna-Marie hat eine Ausbildung zur Pflegeassistentin absolviert und arbeitet jetzt in der Uhrenfabrik ETA. Grund für den Arbeitswechsel ist ihr Traum eines BMW X6. «Ich will mir im Sommer dieses Traumauto finanzieren können», erklärt die Brünette. Nachher möchte sie sich in Richtung Management weiterbilden. Dazwischen strebt sie aber den Titel als Miss Nordwestschweiz an und will jungen Mädchen ein Vorbild sein. «Ich bin stolz auf meine Kurven», betont Buljan. «Auf allen Werbeplakaten sieht man immer nur sehr dünne Frauen.»

Sie kritisiert, dass die vielen dürren Mädchen in der Modelbranche das Krankheitsbild Magersucht mehren. «Ich will zeigen, dass man auch mit Hosengrösse 36/38 schön sein kann.» Anna-Marie Buljan ist das beste Beispiel, dass eine schlanke Frau nicht auf alles verzichten muss. Oder vielleicht auch, dass es die sogenannt «guten Gene» wirklich gibt. Mindestens einmal die Woche kehrt die Brünette in einem Fastfood-Restaurant ein. Und isst dann Salat? «Nein, sicher nicht», lacht sie. «Ich bevorzuge Hamburger und Pommes.» Und wo trainiert sie die vielen Kalorien wieder weg? Beim Shoppen, lautet die verblüffende Antwort der 20-Jährigen. Sie betont, sicher viermal die Woche in der Stadt zu sein und mit ihrer besten Freundin einzukaufen. «Ein paar Ohrringe, eine neue Tasche oder Jeans - ich finde immer etwas», so Buljan und unterstreicht, dass sie insbesondere für Schuhe alles machen würde. Im Sommer trifft man Anna-Marie auch auf den Inline-Skates oder in der Badi an. Häufig trifft man sie mit Angela Gagulic, Miss Nordwestschweiz 2010, an. Von Konkurrenzkampf und Eifersüchteleinen soll keine Spur sein, «wir sind beste Freundinnen», erklärt Buljan.

Grosse Unterstützung erhält Anna-Marie Buljan ausserdem durch ihre Familie. Ihre beiden Brüder fahren sie jeweils an die Fotoshootings und Lauftrainings und: «Meine Mutter hat kürzlich ein riesiges Porträt von mir eingerahmt und über den Fernseher gehängt», lacht die junge Frau herzlich.

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