Checkübergabe
«Sozialprozent»: Bellacher Fraisa spendet 75'000 Franken an Sonnhalde Gempen

Die Pandemie ging auch an der Fraisa Gruppe mit Standort in Bellach nicht spurlos vorbei. Trotzdem hat sich das Unternehmen entschieden, auch 2021 mit dem Sozialprozent eine soziale Institution im Kanton Solothurn zu unterstützen.

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Die Checkübergabe (v.l). Stefan Gutmann, Esther Gassler, Fabienne Welti, Charlotte Froelicher-Stüdeli, Josef Reichmann, Josef Maushart, Ursula Maushart.

Die Checkübergabe (v.l). Stefan Gutmann, Esther Gassler, Fabienne Welti, Charlotte Froelicher-Stüdeli, Josef Reichmann, Josef Maushart, Ursula Maushart.

Zvg

Seit 2014 vergibt die Fraisa Gruppe mit Hauptsitz in Bellach jährlich ein «Sozialprozent». Mit einem Prozent des Gruppengewinnes wird eine soziale Institution unterstützt. In der Vergangenheit waren das etwa das rote Kreuz Kanton Solothurn oder die Stiftung Kinderheime Solothurn.

2021 kommt nun die Sonnhalde in Gempen zum Zug: Am Dienstag erhielt eine Delegation der Institution in Bellach einen Check im Wert von 75'000 Franken. Wie es in einer Mitteilung heisst, haben Verwaltungsrat und Geschäftsleitung der Fraisa aus den eingereichten Projekten eine Vorauswahl getroffen.

«Die endgültige Vergabe erfolgt jeweils mittels Onlinevoting durch die Belegschaft»,

wird weiter informiert.

Institution für Menschen mit Auffälligkeiten

Die Sonnhalde Gempen betreibt eine Tagessonderschule, eine Werkstätte sowie ein Wohnangebot für Kinder und Erwachsene. Spezialisiert ist die Institution auf Menschen mit Wahrnehmungs-, Verarbeitungs- und Verhaltensauffälligkeiten, insbesondere aus dem Spektrum Autismus.

Laut Mitteilung besuchen aktuell 74 Kinder und Jugendliche aus dem Kanton und umliegenden Kantonen die Tagessonderschule. Davon leben 42 Kinder und Jugendliche in verschiedenen Wohngruppen. «Seit bald 50 Jahren betreibt die Sonnhalde Gempen einen integrativen Kindergarten und so besuchen Kinder aus dem Dorf den Kindergarten gemeinsam mit Kindern der Sonnhalde Gempen», ist der Fraisa-Mitteilung weiter zu entnehmen. «Um das bewährte Angebot weiter anbieten zu können, ist ein Ersatzneubau für den Kindergarten und die Tagessonderschule zwingend notwendig.» Das Fraisa-Sozialprozent fliesst in eben diesen Ersatzneubau, dessen Spatenstich 2022 geplant sei.

Trotz Coronajahr: 225'000 Franken Unterstützungsgelder

Auch auf das Geschäftsjahr 2020 der Fraisa Gruppe hatte die Pandemie Auswirkungen. Nachdem man mit grossen Umsatzrückständen gestartet sei, habe sich die Situation dann aber laufend verbessert, so steht es im Geschäftsbericht. Mit 88,5 Millionen Franken sei der Abschluss des Geschäftsjahres tiefer als im Vorjahr ausgefallen und liege um 11,5 Prozent unter dem Budget. «Wir blicken optimistisch in die Zukunft und rechnen damit, dass wir den Umsatz im neuen Geschäftsjahr um mindestens 6 Prozent steigern können», wird Patrizia Kings, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiterin des Bereichs Finanzen, IT und HR, zitiert.

Die gesamten Aufwendungen zur Unterstützung sozialer und kultureller Aktivitäten hätten sich im abgelaufenen Jahr – einschliesslich des Sozialprozents – auf 225'024 Franken belaufen. Die Gruppe freue sich, mit dem Sozialprozent eine soziale Institution am Gruppengewinn teilhaben zu lassen. (szr)

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