Bildung
Mathe, Informatik und Technik: Sondereffort der Kanti Solothurn wird belohnt

Die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz hat der Kantonsschule Solothurn das Label «Mint-aktives Gymnasium» verliehen. Damit werden Schulen ausgezeichnet, die sich besonders für Mint-Fächer engagieren.

Rebekka Balzarini
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Die Kanti darf das Label während fünf Jahren führen.

Die Kanti darf das Label während fünf Jahren führen.

Simon Von Gunten

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik (Mint): Für diese Bereiche der Wissenschaft setzt sich die Kantonsschule Solothurn besonders ein. Dafür ist sie von der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz mit dem «Mint-Label» ausgezeichnet worden.

Das Label gibt es seit 2018 und hat zum Ziel, Schulen bei der Entwicklung von Mint-Projekten zu begleiten und zu fördern. Die Kantonsschule in Solothurn darf das Label während fünf Jahren führen, heisst es in einer Mitteilung der Kantonsschule. Insgesamt umfasst das Netzwerk der Mint-Schulen aktuell 30 Gymnasien aus der Deutsch- und Westschweiz.

Der Austausch mit diesen anderen Schulen ist für die Kantonsschule Solothurn wertvoll, sagt Konrektorin Christina Tardo-Styner auf Anfrage. Man habe sich aufgrund dieser Vernetzung für das Mint-Label beworben, um den Kontakt zu Schulen zu pflegen, die eine ähnliche Strategie verfolgen wie die Kanti in Solothurn.

«Braindrain» soll verhindert werden

«Uns war es schon immer wichtig, die Naturwissenschaften zu fördern», sagt Tardo. Auch vor dem Hintergrund, dass der Kanton Solothurn ein Industriekanton sei, in dem hochqualifizierte Arbeitskräfte benötigt würden. «Wenn wir den Schülerinnen und Schülern Freude am technischen Bereich vermitteln, besteht die Chance, dass sie im Kanton bleiben. Es ist eine Massnahme, der Abwanderung von gut ausgebildeten Personen vorzubeugen», so die Konrektorin.

Das Label habe sich der Kanton aus unterschiedlichen Gründen verdient. Einerseits habe man im obligatorischen Bereich Anpassungen vorgenommen und die Informatik früh als Pflichtfach eingeführt. Zusätzlich gibt es im dritten Jahr ein frei wählbares, aber obligatorisches Informatikprojekt. Weiter sei der freiwillige Bereich in den vergangenen Jahren gewachsen: Die Palette an Freikursen wurde vergrössert und mit Fächern wie Astronomie ergänzt.

Ausserdem wird an der Kantonsschule in Solothurn der Wettbewerb zwischen den Schülerinnen und Schülern gefördert. Laut der Kantonsschule nimmt jeweils der gesamte erste Jahrgang am schweizweiten Wettbewerb «Känguru der Mathematik» teil, mehrere hundert Schülerinnen und Schüler am «Informatikbiber».

Digitale Weiterentwicklung der Schule

Ein weiterer wichtiger Pfeiler des Mint-Bereichs ist laut Konrektorin Tardo der Schülersupport bei IT-Problemen. Schülerinnen und Schüler der oberen Klassen helfen den jüngeren bei IT-Problemen weiter und verdienen sich damit ein Taschengeld. Zusätzlich engagiere sich eine Gruppe von Lehrpersonen für die digitale Weiterentwicklung der Schule.

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