«CEO-Fraud»
Betrüger erleichtern Solothurner Firma um mehrere 10'000 Franken — die Polizei warnt

Die Kantonspolizei Solothurn warnt Unternehmen vor der Betrugsmasche «CEO-Fraud». In einem Fall gelang es den Tätern, eine Firma um mehrere Zehntausend Franken zu erleichtern.

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Betrüger, die sich als Vorgesetzte ausgeben, haben Solothurner Firmen am Telefon oder per E-Mail aufgefordert, grössere Geldsummen zu überweisen. (Symbolbild)

Betrüger, die sich als Vorgesetzte ausgeben, haben Solothurner Firmen am Telefon oder per E-Mail aufgefordert, grössere Geldsummen zu überweisen. (Symbolbild)

KEYSTONE/GAETAN BALLY

In den vergangenen Tagen seien bei der Kantonspolizei mehrere Meldungen über vollendete oder versuchte Fälle von «CEO-Fraud» eingegangen, teilte diese am Donnerstag mit. Beim «CEO-Fraud» beauftragen Betrüger im Namen des Chefs oder eines anderen Vorgesetzten per E-Mail die Buchhaltung eines Unternehmens, eine Zahlung auf ein meist ausländisches Bankkonto vorzunehmen.

Dazu nutzen die Betrüger eine gefälschte E-Mail-Adresse oder ein gehacktes E-Mail-Konto. Die Zahlung sei dringend und äusserst heikel, heisst es in der E-Mail jeweils, um Druck auf die Angestellten auszuüben. Laut Polizei ist es in den meisten Fällen unmöglich, das bezahlte Geld zurückzuerhalten. Das Empfängerkonto befinde sich zwar bei einer namhaften Bank im Ausland, doch sobald das Geld dort eingetroffen sei, werde es auf neue Konten weiterverteilt. So verliere sich die Spur zu den Tätern.

Die Kantonspolizei empfiehlt Mitarbeitenden in der Buchhaltung von Unternehmen, bei ungewöhnlichen Kontaktaufnahmen misstrauisch zu sein. Man solle persönlich oder telefonisch beim Chef nachfragen, ob die Zahlung wirklich ausgeführt werden müsse. (sda)