Umbau
Baugesuch für Umbau des Kurhaus Weissenstein könnte bald kommen

Wahrscheinlich wird schon in einigen Wochen das Baugesuch für den Umbau des Kurhauses Weissenstein eingereicht. Die Planungen zur Zukunft des Hauses laufen auf Hochtouren.

Lucien Fluri
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Seit Februar gehört das Kurhaus Weissenstein vier neuen Besitzern. Der bisherige Pächter hat noch einen Vertrag bis 2017.

Seit Februar gehört das Kurhaus Weissenstein vier neuen Besitzern. Der bisherige Pächter hat noch einen Vertrag bis 2017.

Hanspeter Baertschi

Lange hat man nichts mehr von den neuen Kurhausbesitzern gehört. Angekündigt waren Informationen zur Zukunft des Hauses ursprünglich für den Sommer. Doch inzwischen färbt sich der Wald am Berg herbstlich und über die Pläne der neuen Besitzer, denen das Traditionshaus seit Februar gehört, war bisher nichts zu vernehmen. Kurhaus-Mitbesitzer Hans-Ulrich Schläppi widerspricht dem nach aussen vermittelten Eindruck, dass sicht nichts bewegt. Hinter den Kulissen passiere einiges, sagt der Verwaltungsratspräsident der Hotel Weissenstein AG auf Anfrage dieser Zeitung. «Unsere Planungen laufen auf Hochtouren.»

Derzeit sei man gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan zwar rund einen Monat in Verzug, für Schläppi ist dies aber kein Grund zur Aufregung. Vielleicht könnte schon in einigen Wochen ein Baugesuch eingereicht werden, hält er fest: Auf einen Termin will er sich trotzdem lieber nicht festlegen. Denn bis das Baugesuch eingereicht werden könne, seien noch verschiedene Verhandlungen und Abklärungen mit Ämtern und Behörden notwendig, unter anderem auch mit der kantonalen Denkmalpflege. Es müsse ein Weg zwischen Denkmalschutz und wirtschaftlicher Erneuerung gefunden werden, sagt Schläppi. Grundsätzlich aber ist er zuversichtlich: Das Einvernehmen mit den Verhandlungspartnern wie Nachbarn und Landeigentümern sei gut.

Vier Besitzer, ein Hotelierpaar

Solange keine definitive Pläne vorliegen, will Schläppi auch nichts zur künftigen Ausrichtung des Kurhauses sagen. Anfang Februar hatte die Solothurner Regiobank das Kurhaus verkauft. Neue Besitzer sind Hans-Ulrich Schläppi, ehemaliger Hotelier und früherer Geschäftsführer der Bergbahnen Lenk, sowie der Generalbauunternehmer Urs Hoffmann und das Davoser Hotelierpaar Arabelle und Tom Umiker. Der Kaufpreis wurde nie genannt. Unbekannt sind auch die konkreten Besitzverhältnisse unter den vier genannten Eigentümern.

Maroder Ostflügel wird saniert

Zumindest die Grundzüge der neuen Ausrichtung liegen vor: Bei der Bekanntgabe des Kaufs hatten die neuen Besitzer einen «bodenständigen Betrieb, kombiniert mit modernen Highlights» angekündigt. Dazu sollen zumindest ein Selbstbedienungsrestaurant, Seminarräume und ein kleiner Wellness-Bereich gehören. Anlässe wie Open-Air-Konzerte, ein Jazzbrunch oder Kunstausstellungen seien denkbar ebenso eine gehobene Gastronomie.

Das Hotelierpaar Umiker hatte angekündigt, selbst auf dem Berg präsent sein zu wollen. Reaktivieren wollen die Kurhaus-Besitzer auch den derzeit brachliegenden, maroden Ostflügel des Traditionshauses, wo heute keine Heizung läuft, aber zerschlissene Tapete von den Wänden hängt. Die Kosten zur Sanierung könnten gemäss Experten alleine für den Osttrakt bis zu zehn Millionen Franken ausmachen.

«Wann der Umbau beginnt, hängt ganz davon ab, wann wir die Baubewilligung erhalten», sagt Schläppi, der nach wie vor mit dem Baubeginn 2016 rechnet. Zwar läuft die Pacht des jetzigen Kurhaus-Wirtes Samuel Kappeler erst 2017 ab. Schläppi ist aber überzeugt, dass schon vorher mit dem Umbau des Hauses begonnen werden kann. Der Betrieb solle daneben weiterlaufen. «Es ist ein Muss, dass das Kurhaus auch während der Arbeiten offenbleibt», so der Verwaltungsratspräsident.