Stellenabbau
Auch andere Betriebskommissionen unterstützen Scintilla-Belegschaft

Im Widerstand gegen die Schliessung der Produktion bei der Elektrowerkzeugherstellerin Scintilla in Zuchwil erhält die Belegschaft Unterstützung von verschiedenen Unternehmen. Auch die Petition wird rege unterzeichnet.

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Die Belegschaft fordert, dass der Entscheid zur Schliessung des Werks entweder zurückgenommen oder aufgeschoben wird.

Die Belegschaft fordert, dass der Entscheid zur Schliessung des Werks entweder zurückgenommen oder aufgeschoben wird.

Hanspeter Bärtschi

Die Betriebskommissionen der Bosch-Betriebe in der Schweiz, Bosch Packaging Systems AG in Beringen, Sia Abrasives Industries AG in Frauenfeld, Sapal SA in Ecublens und Bosch Rexroth in Buttikon, haben der Angestellten- und Betriebskommission der Bosch-Tochter Scintilla «die volle Unterstützung im Kampf gegen die geplante Auslagerung zugesichert», teilte gestern die Gewerkschaft Unia im Anschluss an eine Tagung aller fünf Kommissionen mit.

«Viel Geld, Patente und Know-how»

Verlangt wird von Bosch «ein klares Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz». Dieser zeichne sich durch seine Innovationsstärke, Qualität, hohe Produktivität, die Identifikation mit der Arbeit und dem grossen Know-how der Mitarbeitenden aus.

Dies gelte sowohl für das Bosch-interne Rating als auch für internationale Vergleiche. Die Scintilla sei «das beste Beispiel eines innovativen und rentablen Betriebes, welcher der Bosch-Gruppe während Jahrzehnten viel Geld, Patente und Know-how eingebracht hat».

Zeichen der Solidarität sei die rege Unterzeichnung der von der Scintilla-Belegschaft lancierten Petition (wir berichteten). Allein in Beringen hätten über 100 Mitarbeitende unterschrieben. In der Petition wird verlangt, dass der Entscheid zur geplanten Schliessung der Produktion in Zuchwil entweder zurückgenommen wird oder im Rahmen eines einjährigen Moratoriums aufgeschoben wird.

Inzwischen wurden bereits über 2500 Unterschriften gesammelt, darunter auch jene von 63 National- und Ständeraten. Von der möglichen Verlagerung bis 2016 nach Ungarn und Deutschland wären in Zuchwil insgesamt 330 Mitarbeitende betroffen. (fs)

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