Pfingstwetter
An Pfingsten kommt das Badewetter - sind die Badis für den Ansturm gewappnet?

An Pfingsten klettern die Temperaturen zum ersten Mal in diesem Jahr über die 30-Grad-Grenze. Für die Badis in der Region bedeutet dies der erste grosse Ansturm. Doch sind die Freibäder auch auf die Menschenmengen vorbereitet?

Joshua Villing
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Das Wasser in der Badi Solothurn ist angenehme 22 Grad warm. Die Aare ist mit 16 bis 17 Grad noch ein wenig kühler.

Das Wasser in der Badi Solothurn ist angenehme 22 Grad warm. Die Aare ist mit 16 bis 17 Grad noch ein wenig kühler.

Solothurner Zeitung

Am ersten Juni hat meteorologisch gesehen der Sommer begonnen. Das Wetter war seither allerdings nicht gerade sommerlich. Dies wird sich nun ändern, denn übers ganze Pfingstwochenende erwarten uns Temperaturen bis 32 Grad.

Bei dieser Hitze zieht es viele in die Freibäder und an die Flüsse und Seen, um sich im kühlen Nass zu erfrischen. Doch wie kühl ist das Wasser in den natürlichen und künstlichen Gewässern und sind die Badis in der Region überhaupt für einen grossen Ansturm gewappnet?

Gefüllte Lager

Am wärmsten ist das Wasser mit 24 Grad im Strandbad Olten. «Spätestens am Wochenende werden wir die Heizung allerdings ausschalten», meint der Oltner Chefbademeister Thomas Müller. «Die Sonne wird das Wasser genug aufheizen. Wenn wir da noch die Heizung laufen lassen würden, wäre die Wassertemperatur schnell auf 30 Grad.» Dies wolle man aber nicht. Schliesslich solle das Wasser den täglich schätzungsweise rund 4 000 Badegästen ja zur Abkühlung dienen.

Zu einem Badibesuch gehört für viele neben dem Badevergnügen auch der Gang zum Restaurant, um eine Portion Pommes oder ein Glace zu geniessen. In der Badi Olten wird man beides sicher bekommen.

«Wir haben dafür gesorgt, dass die Lager bis unter die Decke gefüllt sind. Bei der Lieferung sind die Lastwagen praktisch Schlange gestanden», meint Müller scherzhaft. «Wir sind also bestens vorbereitet. Die Hitzewelle kann gerne kommen.»

Im Solothurner Freibad freut man sich ebenfalls auf das heisse Wetter. «Man sagt ja, wenn es an Pfingsten regnet, regnet es sieben Sonntage lang. Bei der Wetterprognose fürs Wochenende können wir uns also wohl auf eine warme und trockene Badesaison freuen», wizelt die Chefkassiererin Beatrice Känzig.

Neue Mitarbeiter einarbeiten

Über das Pfingstwochenende rechnet man in Solothurn mit 3 500 bis 4 000 Gästen pro Tag. Für diesen Ansturm sei man gut gewappnet, so Känzig. «Die Bademeister sind parat und das Wasser in den Becken ist auf angenehme 22 Grad geheizt. Die Badegäste können kommen.»

Und auch das Badirestaurant ist für das sommerliche Wochenende bereit. Restaurant-Chef Ernst Schär meint: «Die Lager sind voll mit Glace, Pommes & Co. Wir haben von allem sicher genug.» Er freue sich bereits auf das schöne Wetter. Denn der volle Betrieb gebe ihm endlich die Gelegenheit, seine neuen Mitarbeiter einzuarbeiten.

Wie in Olten und Solothurn hat man sich auch in der Grenchner Badi auf den Ansturm vom Wochenende vorbereitet. «Eigentlich sind wir schon langa parat», meint Chefbademeister Paul-Markus Joss. «Bisher war das Wetter aber noch nicht besonders warm und deshalb hatten wir noch nicht so viele Gäste. Am Wochenende kann die Badesaison nun endlich richtig losgehen.»

Die Aare ist noch kühl

Wer sich bei den Temperaturen jenseits der 30-Grad-Grenze ins wirklich kühle Nass wagen will, sollte nicht in die beheizten Becken in den Freibädern, sondern in die Aare steigen. Dort schwankt die Wassertemperatur momentan zwischen 16 und 17 Grad. Bei den hohen Temepraturen am Pfingstwochenende geht die Tendenz jedoch nach oben.

Davon will auch Christine Lauper vom Strandbad Bürgäschisee profitieren. «Das Wasser im Burgäschisee hat momentan rund 19 Grad», so Lauper. «Bei dem heissen Wetter wird das Wasser bis am Montag aber sicher mindestes zwei Grad wärmer werden.»

So wird zum Pfingstwochenende auch am Burgäschisee mit dem ersten grossen Ansturm gerechnet. An den besten Tagen zähle das Strandbad bis zu 1 000 Gäste, so Lauper. «An Pfingsten werden es aber wohl noch ein paar weniger sein. Wir lassen das Wochenende einfach auf uns zukommen. Unsere Bademeister stehen bereit und die Glacetruhen sind voll. Wir sind also auf alles vorbereitet.»

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