Verleihung
Übergabe der Grenchner Kulturpreise stand ganz im Zeichen der Musik

Im Girardsaal im Bachtelen ging am Donnerstagabend die Verleihung der Grenchner Kulturpreise über die Bühne. Die Übergabe stand diesmal ganz im Zeichen der Musik, denn geehrt wurde in allen drei Preiskategorien musikalisches Schaffen.

Andreas Toggweiler
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Jean-Pierre Thomsen, Präsident der Kulturkommission, begrüsst die Gäste. «Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum», zitierte er.
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François Scheidegger bei seiner Laudation für den Kulturpreis, der ans Stadtorchester geht.
Graziella Wohlhauser, Mitglied des Stadtorchesters, bedankt sich für den Preis
François Scheidegger, Graziella Wohlhauser und Stadtorchester-Dirigent Daniel Polentarutti
Das Grenchner Stadtorchester spielt an der Kulturpreisübergabe
Grenchner Stadtorchester
Grenchner Stadtorchester
Grenchner Stadtorchester
Dirigent Daniel Polentarutti
Grenchner Stadtorchester
Grenchner Stadtorchester
Grenchner Stadtorchester
Grenchner Stadtorchester
Applaus aus dem Publikum
Die Orchestermitglieder bedanken sich für den Applaus
José de Mena erhält den Anerkennungspreis
André Weyermann hält die Ladatio zu Anerkennungspreisträger José de Mena
 De Mena war der erste Schlagzeuglehrer im Kanton Solothurn und ist heute Musiker, Dirigent, Arrangeur, Komponist, Organisator und Pädagoge in Personalunion.
José de Mena richtet sich ans Publikum
De Mena ist zurzeit auch mit dem Perkussions-Ensemble «Collective percussion» unterwegs
Dieses gab eine Kostprobe
Percussionband von José de Mena
Grenchen: Übergabe des Kultur-, Anerkennungs-, und Nachwuchsförderungspreises 2016
Percussionband von José de Mena
Percussionband von José de Mena
Percussionband von José de Mena
Percussionband von José de Mena
Blick ins Publikum
Matthias Meier-Moreno hält die Laudatio für die Basements Saints, Träger des Nachwuchspreises
Die Basement Saints bedanken sich
Matthias Meier-Moreno und die Basement Saints
Die Basement Saints in Aktion Anfang 2014 brachten sie ihre erste EP mit dem Titel «Free Souls» auf den Markt
Samuel Jaussi, Schlagzeuger der Basement Saints
Tobias Arn von den Basement Saints
Anton Delen von den Basement Saints
François Scheidegger, José de Mena, Graziella Wohlhauser, Daniel Polentarutti und die Mitglieder der Basement Saints.

Jean-Pierre Thomsen, Präsident der Kulturkommission, begrüsst die Gäste. «Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum», zitierte er.

Hansjörg Sahli

Im Girardsaal im Bachtelen ging die Verleihung der Grenchner Kulturpreise 2016 über die Bühne. Die Übergabe stand diesmal ganz im Zeichen der Musik, denn geehrt wurde in allen drei Preiskategorien musikalisches Schaffen.

Kulturkommissionspräsident Jean-Pierre Thomsen konnte eine grosse Gästeschar begrüssen. «Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum», zitierte er einen Nietzsche-Ausspruch und erläuterte, wie die Kulturkommission jeweils die Nominationen zuhanden der Gemeinderatskommission vornimmt.

Auch diesmal habe man sich rasch und einstimmig geeinigt.

Den Kulturpreis 2016 erhielt das Stadtorchester Grenchen unter der Leitung von Daniel Polentarutti, der den 25-köpfigen Klangkörper seit 2010 leitet. Das Orchester hat eine reiche Tradition und kann in vier Jahren sein 100-jähriges Bestehen feiern. Es überrascht immer wieder durch Innovationen, z. B. letztes Jahr am «Generationen-Konzert» mit Ehemaligen und Aktiven der Grenchner Musikschule.

Musikanten gesucht

«Als Stadtpräsident freut es mich ganz besonders, dass der Kulturpreis 2016 an das Stadtorchester geht», sagte François Scheidegger in seiner Laudatio. Denn die Formation sorge in Grenchen und Umgebung regelmässig für musikalische Glanzlichter, welche von der Bevölkerung geschätzt würden.

Die Unterstützung der Stadt sowie das Wohlwollen zahlreicher Gönner aus der Wirtschaft machten es auch immer wieder möglich, das Ensemble mit namhaften Solisten zu ergänzen.

Die Instrumentalistin Graziella Wohlhauser sprach seitens des Orchesters den Dank aus, gewährte aber auch Einblick in die Sorgen und Nöte des Ensembles. Nebst dem Finanziellen sei es vor allem der fehlende Nachwuchs, der dem Orchester zu schaffen macht.

«Doch vielleicht ändert das ja jetzt und wir erleben einen Ansturm», meinte sie mit Augenzwinkern.

Musikalisches Multitalent

Der Anerkennungspreis ging an den Musiker, Komponisten und Musikpädagogen José de Mena. Der erste Schlagzeuglehrer im Kanton Solothurn leitet unter anderem die Musikgesellschaften von Selzach, Luterbach und Bätterkinden und ist zurzeit auch mit dem Perkussions-Ensemble «Collective percussion» unterwegs, das 2013 den Jugendförderpreis des Kantons Solothurn erhielt.

«Er ist Musiker, Dirigent, Arrangeur, Komponist, Organisator und Pädagoge in Personalunion», zählte Laudator André Weyermann die multiplen Qualitäten von de Mena auf und erinnerte an spektakuläre Auftritte.

«An der Vernissage des weltbekannten Künstlers Daniel Spörri arrangierte er ein Werk von Bach so, dass es rückwärts gespielt wurde.» Der Vollblutmusiker habe in Grenchen zahlreiche weitere Spuren hinterlassen und sein Engagement höre nie nach der Musikstunde auf.

«Er kann seine Begeisterung auf die Jugend übertragen.» «Ich bin sehr gerührt und auch überrascht», bedankte sich de Mena, der 1963 in die Schweiz kam, herzlich. «Ich habe einfach gemacht, bin aber jetzt auch etwas stolz auf das Erreichte.»

Drei junge Talente

Der Jugend-Förderpreis wurde an die Grenchner Rockband «Basement Saints» verliehen. Die Newcomer Tobias Arn, Samuel Jaussi und Anton Delen füllen zurzeit landauf, landab die Konzertlokale mit ihrem erdigen Groove.

Am 1. April erscheint ihr Debütalbum «Get ready» mit einer CD-Taufe im Solothurner «Kofmehl», wo sie 2014 an einem von SRF Virus live übertragenen Konzert schon das Haus zum Kochen gebracht hatten.

«Die Jungs zeigen, dass es sich lohnt, sich mit Zielstrebigkeit zu engagieren und Talent und Herzblut einzubringen. Das führt zum Erfolg», sagte Laudator Matthias Meier Moreno.

Alle geehrten Musiker bzw. Formationen boten an der Übergabefeier ausführliche Kostproben ihres Könnens und sorgten so für einen beschwingten Abend. So waren die «Basement Saints» erstmals unplugged zu hören. Kulturkommissionspräsident Jean-Pierre-Thomsen konnte eine grosse Gästeschar begrüssen. «Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum», zitierte er einen Nietzsche-Ausspruch und erläuterte wie die Kulturkommission jeweils die Nominationen zu Handen der Gemeinderatskommission aussucht. Auch diesmal habe man sich rasch und einstimmig geeinigt.

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