Rüti b. Büren
Der Gemeinderat will die Stimmbürger mit einem 12-minütigen Youtube-Video mobilisieren

Rütis Gemeindepräsident Theodor Bösiger wandte sich im Hinblick auf die Urnenabstimmung per Youtube an die Stimmberechtigten und erklärte die Vorlagen.

Andreas Toggweiler
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Youtube: bb-production

In Rüti wird am Wochenende an der Urne über die Rechnung 2020 und weitere Vorlagen entschieden. Der Gemeinderat Rüti entschied sich anlässlich der Redaktion der Abstimmungbotschaft kurzentschlossen für ein Novum. Er wandte sich - vertreten durch Gemeindepräsident Theo Bösiger - per Video-Botschaft an die Einwohnerinnen und Einwohner, um ihnen ergänzend zu den schriftlichen Unterlagen die Vorlagen zu erklären.

Herausgekommen ist ein gut zwölfminütiges Video, das bis gestern immerhin über 400 Mal angeschaut wurde. Er habe gutes Feedback darauf erhalten, meint Bösiger.

«Die Leute winken, wenn sie mich auf der Strasse sehen. Ich hatte nur positive Reaktionen.»

Ziel des Videos sei, die Information zusammenzufassen und zu verbessern. Für die Vorlage Sandgasse sei ohnehin eine Urnenabstimmung nötig. Wegen Corona habe man aber auch die weiteren Vorlagen an die Urne gebracht.

Ein schönes, ruhiges Plätzchen zum Filmen...

Die Dreharbeiten hätten allerdings das Team einige Nerven gekostet. Insbesondere die Wahl der Drehkulisse war schwierig. Entweder war die Umgebung optisch ungeeignet oder zu laut für das Interview mit Gemeindeschreiberin Kathrin Jenni. Doch wenn sich dank dem Video das Interesse der Stimmbürger erhöhe, werde er dies gerne wieder machen, meint Bösiger.

Fast ein Millionenüberschuss

Materiell entscheiden die Stimmberechtigten über die Rechnung, welche dank unerwartet vielen Steuern der Firma Thommen Furler mit einem Plus von fast 985'000 Franken abschliesst. Erwartet wurde ein Überschuss von nur 52'500 Franken Abgestimmt wird zudem über einen Kredit in der Höhe von 5,055 Mio. Franken für eine mehrjährige Sanierung der Sandgasse (Bauarbeiten bis Ende 2024). Eine Dritte Vorlage beinhaltet einen Grundsatzentscheid über die Einführung von Tempo-30-Zonen auf mehreren Quartierstrassen, ein Anliegen das im Rahmen der Ortsplanungsrevision aufkeimte.

Zwei weitere Vorlagen betreffen die Kündigung des Nutzungsvertrags des Sportplatzes zwischen dem SC-Rüti - und der Einwohnergemeinde und die Genehmigung eines neuen Nutzungsvertrages ab 2023 für die Dauer von 12 Jahren.

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