Büren an der Aare
Kavallerieschwadron zog in voller Montur durchs Gelände

Nostalgie und traditionelle Werte verknüpfen die Mitglieder der ehemaligen Kavallerie mit ihren Aktivitäten. Beim letzten Anlass stand ein Frühlingsritt auf dem Programm.

Margrit Renfer
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Der Einstieg in den Bach ist gelungen.

Der Einstieg in den Bach ist gelungen.

Margrit Renfer

Nicht gerade von der freundlichen Seite zeigt sich das Wetter am letzten Sonntagmorgen. Doch dieses stört die Teilnehmenden am Frühlingsritt der Sektion West des Kavallerieschwadrons 1972 nicht. In voller Montur, ausgerüstet mit dem Ausgangswaffenrock, Reithelm mit Schale und Reithosen und auf den Pferden mit Ordonnanzsattel mit Vorderpackung starten 13 Mann mit Pferden aus dem Häftli in Büren a/A. Zu Hause gelassen wurden das Gewehr und das Gamellenfutteral.

Für diesen Ausritt galt es, die Pferde seriös und mit bestem Kavalleriewissen vorzubereiten und zu trainieren. Reiten in der Formation und Galoppieren auf offenem Feld sei nicht jedermanns Sache und verlange von Pferd und Reiter Können und Kondition ab, erklären die ehemaligen Dragoner. Zudem hatten die Organisatoren mit Fritz Scheurer, Lengnau, den Frühlingsritt über den Dotzigenberg nach Schnottwil mit einigen Hindernissen gespickt. Für viele Pferde und Reiter sei das Einsteigen und Durchqueren eines Baches nicht leicht, beim Galopp dem Wald entlang gelte es das Austicken der Pferde zu verhindern, und der Sprung übers Hindernis müsse ebenso geübt sein.

Das Wissen erhalten

Die Schweizerische Kavallerie ist seit 40 Jahren abgeschafft. Doch pflegen Ehemalige, aber auch junge Hufschmiede oder Pferdeliebhaber den Geist der ehemaligen Kavallerie im Schweizerischen Kavallerie Schwadron 1972. Sie wollen das Kavalleriewissen erhalten. Sei es ein richtiges Biwak zu erstellen, das Reiten in der Formation für spezielle Anlässe oder das Reiten im Gelände zu üben. Für sie lebt in der Erinnerung der militärische Wiederholungskurs zusammen mit dem Pferd und das meist im Winter. «Zweimal im Schnee übernachten gehörte immer dazu», sagt Fritz Scheurer.

Am Frühlingsritt gab es wohl klamme Finger, dafür entschädigten das frische Grün der austreibenden Blätter und die frische Landschaft die Reiter.

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