Grenchen
Inline-Hockey-Spieler fassen Wiederaufstieg ins Auge

Die Strassen- und Inline-Hockey-Spieler haben im Eichholz neue Spielfelder erhalten und können sich über eine optimale Infrastruktur fürs Training freuen.

Andreas Toggweiler
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Der IHC Grenchen trainierte zur Einweihung seines neuen Platzes mit dem EHC-Biel-Assistenztrainer Marco Streit (Mitte, ohne Outfit).

Der IHC Grenchen trainierte zur Einweihung seines neuen Platzes mit dem EHC-Biel-Assistenztrainer Marco Streit (Mitte, ohne Outfit).

Andreas Toggweiler

Im Sommer wurden die Trainingsanlagen für die Strassen- und Inline-Hockey-Spieler nördlich des Eichholz-Schulhauses ausgebaut. «Wir haben jetzt eine optimale Infrastruktur fürs Training», freut sich Yannick Erb, Sprecher des Inline-Hockey-Clubs Grenchen anlässlich eines Trainings vor ein paar Tagen.

Ausgelöst haben den Umbau aber eigentlich die Bedürfnisse des Strassenhockey-Clubs Grenchen Limpach (SHC). Der SHC ist mir rund 100 Mitgliedern mehrfach grösser als der Inline-Club und spielt in der obersten Schweizer Liga. Er musste aufgrund der Reglemente der Sportart ein grösseres Spielfeld haben, ansonsten eine Zwangsrelegation gedroht hätte.

Bisher haben beide Clubs auf einem einzigen Feld gespielt. Dies ist seit diesem Sommer nicht mehr nötig. Östlich des bestehenden Feldes wurde ein neuer Platz von der Grösse 20 × 40 Meter errichtet, der von den Inline-Spielern sowie den Junioren des SHC benutzt wird. Das bisherige Spielfeld wurde auf die Dimension 24 × 48 Meter vergrössert und entspricht damit den Vorgaben der Nationalliga A.

«Kostenrahmen eingehalten»

Der Umbau bzw. Neubau der Spielfelder kostete laut früheren Angaben insgesamt gut 400 000 Franken. Die Stadt bezahlte etwa die Hälfte der Kosten, 76 000 Franken gab es vom kantonalen Lotteriefonds, der Inline-Club steuerte etwa 40 000 und der SHC die restlichen 130 000 Franken bei. Die Bauarbeiten wurden etwa vor einem Monat abgeschlossen, und das Training konnte wieder aufgenommen werden.

Stefan Kunz, Präsident der Strassenhockeyaner, zeigt sich ebenfalls erfreut über den gelungenen Anlagen-Neubau. «Das gute Wetter diesen Sommer hat mitgeholfen, dass die Bauarbeiten zügig vorankamen», erklärt Kunz. Er gehe davon aus, dass auch der Kostenrahmen eingehalten wurde. Zum Projekt gehörten ebenfalls neue Materialcontainer, sodass nun separate Lagerräume für die beiden Sportarten zur Verfügung stehen.

Trainieren mit Marco Streit

Sozusagen zur Einweihung des neuen Spielfeldes hat der Inline-Hockey-Club den Bieler Eishockey-Goalietrainer Marco Streit letzte Woche eingeladen, ein Training bei den Grenchner Inlinern zu leiten. «Viele Eishockeyspieler spielen im Sommer Inline», erklärt Yannick Erb. Die Regeln sind praktisch die gleichen und es geht schnell und taff zur Sache, wie ein Augenschein zeigt. Streit, der selber auch immer wieder Inline-Hockey spielte, war Eishockey-Torwart bei verschiedenen Nationalliga-A-Clubs.

Am Inline-Hockey schätze er, dass man nicht so schwere Ausrüstung montieren müsse. «Man fühlt sich weniger eingeengt, was doch angenehmer ist, insbesondere wenn man mal nicht als Profi, sondern zur Abwechslung spielt.» Das gilt allerdings vornehmlich für die Feldspieler. Ein Inline-Goalie trägt prima vista etwa dieselben Panzerungen wie ein Eishockey-Goalie. Primär freuen sich die rund 20 Grenchner Inline-Hockey Spieler nun mal an der neuen Infrastruktur.

Nach dem Abstieg in die 2. Liga sei man auf dem besten Weg, anlässlich der Playoffs Ende September den Wiederaufstieg ins Auge fassen zu können, erklärt Yannick Erb. Ein letztes Vorrunden-Heimspiel findet am 13. September um 10.30 Uhr gegen Oberbipp statt.

Wenn bei den Inlinern die Saison zu Ende geht, geht es mit dem Strassenhockey los. Saisonbeginn der Nationalliga A, wo Grenchen-Limpach spielt, ist Ende September. Das Einweihungsfest für das Strassenhockey-Feld ist auf den 17. Oktober festgesetzt. «Wir werden es im Rahmen eines normalen Spieltages durchführen, an dem beide Mannschaften Meisterschaftsspiele gegen Zug austragen», erläutert Stefan Kunz. Die Sponsoren werden zum Apéro und Mittagessen eingeladen.

Feld heisst jetzt «BSB Arena»

Das Strassenhockey-Feld heis st übrigens neuerdings «BSB Arena» und ist damit nach dem Ingenieurbüro benannt, das neuer Hauptsponsor des SHC ist. Dieser habe auch einen substanziellen Beitrag an die Kosten der neuen Anlage geleistet, erklärt der Präsident.

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