Marktplatz
Grenchner Weihnachtsmarkt verzauberte gross und klein

Von Freitag bis Sonntag fand in Grenchen der 15. Weihnachtsmarkt statt. Während drei Tagen luden rund 50 Stände zum Shoppen und Verweilen ein. Der Höhepunkt des diesjährigen Weihnachtsmarkts war das Musical «Das Hirtenlied».

Anna Meister
Drucken
Teilen
10 Bilder
Impressionen vom Weihnachtsmarkt Grenchen

Grenchner Tagblatt

Von Freitag bis Sonntag fand in Grenchen der 15. Weihnachtsmarkt statt. Während drei Tagen luden rund 50 Stände zum Shoppen und Verweilen ein. Es gab selbst gemachte Getränke, Kleidung, Gewürze, Tee, Spielzeug und Dekoartikel. Aber auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz. Neben Traditionellem wie Glühwein und Raclettebrot gab es leckere Crêpes, bei denen der Preis von den Kunden selbst bestimmt wurde, es gab Flammkuchen, Fish & Chips sowie Würste vom Grill beim FC Fulgor. Der Grenchner Absinth «Grenchner Fee», der nach Aussage des Herstellers «nichts mit der Grünen Fee in Solothurn zu tun hat», fand auch reichlich Anklang.

Für die Kinder gab es vieles zu entdecken. Sandra Sieber und Annie Spuhler erzählten in einer eigenen Ecke Wintermärchen, die Kinder konnten malen und basteln oder sich im Zelt der Reformierten Kirchgemeinde ihre eigene Kerze ziehen. Die Kirchenrätin Christiane Mischler half beim anschliessenden Verzieren der bunten Kerzen. «Ich bin seit sechs Jahren dabei», so die Kirchenrätin, «und es macht mir jedes Jahr grossen Spass. Zusammen mit Kindern der achten Klasse aus unterschiedlichen Grenchner Schulen betreue ich dieses Zelt immer gerne.» Die Schüler der achten Klasse können sich für verschiedene Sozialprojekte anmelden und der Grenchner Weihnachtsmarkt ist einer davon.

Programm war abwechslungsreich

Reichlich Anklang fand auch in diesem Jahr der Kugelverkauf, mit dem der Verein Weihnachtsmarkt Grenchen unterstützt wird. Jede Kugel enthielt einen kleinen Schutzengel, jede zweite enthielt ausserdem eine Gewinnzahl, die am Infostand gegen einen Preis eingetauscht werden konnte. Auch die Aktion Lichtermeer, mit der unter anderem alleinerziehende Mütter unterstützt werden, fand grossen Zuspruch.

Auch das musikalische Programm war vielseitig und abwechslungsreich. Neben dem Chor Canta Gaudio traten das Ensemble «Breathing Space» unter der Leitung von Amelia Scicolone auf. Das Musikzelt war zum Bersten gefüllt, während die Kinder der Musikschule traditionelle Weihnachtslieder auf ihren Geigen, Flöten und Celli zum Besten gaben. Dabei taten die vereinzelten schrägen Töne der Stimmung keinen Abbruch, im Gegenteil, sie verstärkten den «Jöh-Effekt» sogar noch. Die Stadtmusik Grenchen setzte mehr auf Swing, mit Liedern wie «Little Drummer Boy» oder «White Christmas».

Jetzt kann die Weihnacht kommen

Das Highlight war das Musical «Das Hirtenlied - Hirten suchen ihren König». Die Geschichte von Max Bolliger wurde von der Kantonsschülerin Noemi Ingold als Maturaarbeit zu einem Musical umgeschrieben. Kinder der fünften Klasse des Haldenschulhauses gaben die Lieder und das Theaterstück souverän zum Besten. Sogar der kurze Regenschauer konnte der feierlichen Stimmung keinen Abbruch tun. Die Geschichte des kleinen Hirten Aarons, der das Flötenspiel lernt, um den neugeborenen König damit zu erfreuen, erntete grossen Applaus. Nach drei solch stimmigen Tagen kann Weihnachten getrost kommen.

Aktuelle Nachrichten