Grenchen

Gewerbeverband hat ein reich befrachtetes Jahr hinter sich – die Zukunft ist noch ungewiss

GVG-Präsident Heinz Westreicher mit dem Programmheft der letzten Kulturnacht. (Archiv)

GVG-Präsident Heinz Westreicher mit dem Programmheft der letzten Kulturnacht. (Archiv)

Heinz Westreicher, Präsident des Gewerbeverbands Grenchen, konnte in seinem Generalversammlungs-Bericht auf ein reich befrachtetes vergangenes Vereinsjahr zurückblicken.

Der Gewerbeverband Grenchen GVG sah sich, wie so viele andere Institutionen auch, gezwungen, seine Generalversammlung infolge der Coronapandemie ohne Präsenz der Mitglieder durchzuführen. Traktanden, Jahresbericht und Budget wurden den GVG-Mitgliedern per Post zugestellt und die GV schriftlich durchgeführt. Dies gestützt auf die vom Bundesrat erlassenen Verordnung. Die Mitglieder hatten die Möglichkeit, das Stimmrecht schriftlich auszuüben.

In seinem Jahresbericht über das vergangene Jahr konnte GVG-Präsident Heinz Westreicher auf zahlreiche, gutbesuchte Anlässe hinweisen: Gemeinsam mit dem Industrie- und Handelsverein Grenchen und Umgebung IHVG wurde Anfang Juni 2019 das Wirtschaftsforum durchgeführt – ein gut besuchter Anlass mit hochkarätigen Referenten, so Westreicher. Der Gewerbestammtisch sei unterschiedlich gut besucht gewesen. Der Vorstand habe sich deshalb dazu entschieden, den Stammtisch künftig bei einem Mitglied durchzuführen. «So haben sie die Gelegenheit, beim Gastgeber einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und sich dabei besser kennen zu lernen».

«Kunstfenster» als persönliches Highlight

Am traditionellen Cüpli-Samstag Mitte Juni seien die Kunden in 10 Geschäften mit einem Cüpli verwöhnt worden. Dieses Jahr soll der erfolgreiche Anlass auch wieder stattfinden – eingebettet in die Solidaritätsaktion «Use Stuehle» (siehe Artikel unten). Anfang September fand zum dritten Mal der Grenchner Wühltag statt. Ein Erfolg, denn man habe dabei auch viele neue Kunden mit den an den Marktständen angebotenen Schnäppchen in die 13 teilnehmenden Geschäfte locken können.

Sein persönliches Highlight sei die Aktion «Kunstfenster» im Rahmen der Kulturnacht gewesen. 10 Künstlerinnen und Künstler hatten während zwei Wochen die Gelegenheit, ihre Kunst in Schaufenstern und Ladenlokalen der GVG-Mitglieder auszustellen und bei den ausgezeichnet besuchten Künstlerbegegnungen mit dem Publikum zu interagieren. Die erfolgreiche Aktion soll in zwei Jahren wiederholt werden, so Westreicher.

Der GVG-Präsident erinnerte an die Herbstversammlung bei der SWG mit interessantem Blick hinter die Kulissen und den Wirtschaftstag, wo rund 160 Schülerinnen und Schülern ein spannendes Programm geboten wurde. Sie konnten bei 35 Firmen reinschauen und sich praxisnah über rund 40 verschiedene gewerbliche Berufsbilder informieren.

Im Januar schliesslich wurde in einem Workshop die Stossrichtung des GVGs für das neue Jahr festgelegt und der Vorstand neu strukturiert. Schliesslich galt es, gleich drei Sitze im Vorstand neu zu besetzen: Roger Rossier, Claudia Wälti und Carmen Leimer hatten ihre Demission eingereicht (wir berichteten). Neu in den Vorstand gewählt wurden Nicole Allemann, die neu in der Funktion als Vizepräsidentin amtet, Cyril Heer, verantwortlich für Finanzen und Sekretariat und Fabienne Wagner als Schnittstelle zum Detailhandel.

Die Zukunft ist noch immer ungewiss

Mit der Covid-19-Pandemie habe eine schwierige Zeit begonnen, deren Ausgang noch immer unklar sei. Bereits Mitte März wurde eine C-Taskforce gebildet, mit dem Ziel, die Mitglieder so gut als möglich zu unterstützen. Auf der eigenen Website wurden Angebote für Heimlieferungen etc. aufgeschaltet und gemeinsam mit der Stadt richtete man eine Hotline ein, die für Fragen des Gewerbes offenstand. Dies alles unter dem Motto «Solidarität», die auch künftig gefragt sei.

Sowohl die neuen Vorstandsmitglieder als auch das Budget 2020, bei dem mit rund 2000 Franken Verlust gerechnet wird und die Mitgliederbeiträge, die gegenüber Vorjahr unverändert bleiben, wurden von den Vereinsmitgliedern in der schriftlichen Abstimmung grossmehrheitlich genehmigt, der Vorstand entlastet.

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