Polizeieinsatz
Büren an der Aare wegen Schuss und verdächtigem Gegenstand in Aufruhr

Wild West in Büren an der Aare. Am Freitagnachmittag kam es zu einer Schussabgabe. Später wurde ein verdächtiger Gegenstand beim Bahnhof gefunden. Die Gegend wurde abgeriegelt.

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Das Gebiet rund um den Bahnhof Büren an der Aare ist grossräumig abgesperrt.

Das Gebiet rund um den Bahnhof Büren an der Aare ist grossräumig abgesperrt.

Oliver Menge

Die Kantonspolizei Bern rückt am Morgen wegen einer Schussabgabe nach Büren an der Aare aus. «Im Restaurant Bahnhof gab es eine Streiterei zwischen zwei Männern», erklärt Andreas Marthaler, Mediensprecher der Kapo Bern.

Im Verlauf des Streits habe einer der Männer eine Faustfeuerwaffe hervorgeholt und einen Schuss abgegeben. Dieser Schuss wurde von Albert Amstutz gehört, der die Polizei alarmierte. «Ich sah, wie die beiden Männer stritten», sagt er gegenüber dem Sender «TeleBärn». Der Jüngere der beiden Männer habe den Älteren auf dem Boden festgehalten. «Dann ist mir nicht mehr viel durch den Kopf», sagt Amstutz weiter,«ich sagte mir bloss: Jetzt muss die Polizei kommen!»

Wenige Minuten später sei die Polizei dagewesen. «Diese fünf Minuten Wartezeit kamen mir wie eine Ewigkeit vor!», beschreibt der Zeuge. Die Beamten seien in kugelsicheren Westen aus dem Fahrzeug ausgestiegen und hätten die Pistolen schon gezückt gehabt.

Die Beamten konnten dann die beiden Männer anhalten. Amstutz sagt, dass er noch gesehen hat, wie dem Jüngeren gleich Handschellen angelegt worden seien. Wenig später sind dann noch mehr Polizeifahrzeuge vorgefahren, so der Zeuge.

Durch den Schuss wurde niemand verletzt. Dennoch musste einer der Männer ins Spital - «wegen eines anderen medizinischen Problems», so Marthaler.

Doch damit ist der Fall nicht abgeschlossen. Bei der weiteren Untersuchung wurde in der Nähe ein verdächtiger Gegenstand gefunden. Das Gebiet rund um den Bahnhof wurde daraufhin auf rund 300 Meter abgeriegelt. Die Züge durften zwischen Busswil und Büren an der Aare nicht verkehren. Die Leute mussten in Busse umsteigen. Auch der Verkehr wurde umgeleitet. Die Bewohner durften aber in ihren Häusern bleiben.

Polizei, Feuerwehr und Zivilschutz standen bis am frühen Abend im Einsatz. Die Polizei war mit mehreren grossen Bussen und normalen Polizeiautos vor Ort. Vor 18.00 Uhr gibt sie laut «TeleBärn» Entwarnung.

Zum Gegenstand oder den Tatverdächtigen will die Polizei keine näheren Angaben machen. (ldu/om/nka)