Innovationspreis
Anerkennung der SoBa für «Old» und «New Economy»

Erstmals hat die Wirtschaftsstiftung der Baloise Bank SoBa zwei Innovationspreise verliehen – an die Härterei Gerster in Egerkingen und an die Oltner Firma VJii Productions.

Andreas Toggweiler
Drucken
Teilen
Freuen sich über InnoPrix (von links): Felix Heimgartner und Patrick Margraf (Härterei Gerster AG), Urs Koller und Patrick Kappeler (VJii Productions). Hanspeter Bärtschi

Freuen sich über InnoPrix (von links): Felix Heimgartner und Patrick Margraf (Härterei Gerster AG), Urs Koller und Patrick Kappeler (VJii Productions). Hanspeter Bärtschi

Solothurner Zeitung

Ein zahlreiches Publikum wohnte der Preisverteilung gestern Abend im Konzertsaal Solothurn bei. Gerster AG, die grösste Härterei der Schweiz mit 110 Angestellten hat ein neues Verfahren zur Behandlung von rostfreiem Stahl entwickelt.

Für diese Neuentwicklung auf dem Hintergrund einer traditionellen Tätigkeit konnten CEO Felix Heimgartner und Entwicklungschef Patrick Margraf einen mit 25 000 Fr. dotierten InnoPrix der SoBa-Stiftung zur Förderung der solothurnischen Wirtschaft entgegennehmen.

Preis an Start-Up-Unternehmen

Der zweite InnoPrix in der selben Höhe wurde dem Start-Up-Unternehmen VJii Productions GmbH in Olten verliehen. Sie stellt Videoproduktionen für Unternehmen her und positioniert die Firmen damit beispielsweise auch auf den heute gängigen Social Media-Portalen wie Facebook oder Youtube.

Die Eigentümer Patrick Kappeler und Urs Koller haben dabei auch schon mehrere Videojournalisten ausgebildet. Die Laudatio für die Firma VJii Productions wurde vom bekannten TV-Produzenten Urs Schaad gehalten, diejenige für die Härterei Gerster vom Berner Fachhochschuldozenten Jean Martin Rufer. Detaillierte Unternehmensportraits der beiden ausgezeichneten Firmen enthält die az-Beilage «SO Economy», die morgen Donnerstag erscheint.

Bevölkerung machte mit

Im ersten Teil des Abends interviewten Jürg Liechti, Präsident des Stiftungsrates und Geschäftsführer Alois Müller die Appenzeller Unternehmerin Gabriela Manser, die mit «Flauder» einen Treffer im Schweizer Getränkemarkt landen konnte. «Nebis wo be ös wachst», habe man mit dem spritzigen Holundergeränk lancieren wollen, sagte Manser.

Ein Schuss Kreativität und Querdenkertum würde jedem KMU gut anstehen, forderte sie. «Weil wir am Anfang kein Geld hatten, haben wir die Bevölkerung mit unseren Aussendienstaufgaben betraut.» Die Appenzeller machten denn auch enthusiastisch mit.

Innovation könne auch in kleinen Firmen gelingen, wenn das Kader, genau wisse, wo es durchgehen muss. «Dann springt der Funke früher oder später schon.» Manser hatte das Unternehmen 1999 übernommen, nachdem sie zuvor als Kindergärnerin gearbeitet hatte. Nicht jede Innovation habe das Zeug zum Kassenschlager, aber jedes neue Produkt sei am Ende wichtig für die Weiterentwicklung einer Firma.