Der ausgewachsene Stier trage einen GPS-Sender, teilte das Bundesamt für Umwelt (BAFU) am Freitag mit. Damit könne die Ausbreitung und Entwicklung der Hirschpopulation im nördlichen Jurabogen untersucht werden.

Der wachsende Rothirschbestand des Emmentals breite sich nach Nordwesten aus. Auf der Südseite der Autobahn A1 im Kanton Bern bei Niederbipp blockiere jedoch die Autobahn A1 den Tieren den Weg über den Oberaargau in den Jura.

Das künstliche Hindernis sei für Wildtiere kaum überwindbar, hält das BAFU fest. Auf der Seite des Kantons Bern stauten sich die Hirsche, auf der Solothurner Seite werde die natürliche Ausbreitung erschwert.

In einem gemeinsamen Projekt des BAFU mit den beiden Kantonen sollen daher rund ein Dutzend Tiere eingefangen und über die Autobahn gebracht werden. Damit wird dem Hirsch im Jurabogen ein neuer Lebensraum erschlossen.