Der Mann sei schwer verletzt, er habe eine Hand verloren und sei im Gesicht und am Auge verletzt, sagten die Ermittler. Der Carabinieri wurde laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA von Glassplittern getroffen.

Widersprüchliche Angaben gab es zur möglicherweise politischen Motivation des Attentäters. Erste Zeugenaussagen, der Mann habe "Raus aus Afghanistan!" gerufen, wurden später dementiert. Italien ist in Afghanistan mit über 3000 Soldaten engagiert.

"Wir betrachten das vorerst als die vereinzelte Tat eines Menschen, der in diesem Bereich keine Vorgeschichte hat", sagte ein Mitarbeiter der italienischen Geheimdienste. Die Polizei stellt nach ersten Ermittlungen keinen terroristischen Hintergrund fest. Der Mann lebt seit 2003 in Italien und besitzt eine reguläre Aufenthaltserlaubnis.

Der Schaden an der Kaserne fiel nur gering aus. Polizei und Carabinieri waren mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Der Mann hatte den Sprengkörper in einer Werkzeugschachtel versteckt. Laut den Ermittlern hatte er sich dem Wachposten der Kaserne genähert und dann den Sprengkörper gezündet.