Programmpläne
Zwei Sport-Grossanlässe sollen 2018 für gute Quoten bei SRF sorgen

Zwei Sport-Grossanlässe sollen 2018 für gute Quoten sorgen

Dennis Bühler
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Am Leutschenbach wurden gestern die neuen Programminhalte des Jahres vorgestellt.Ennio Leanza/Keystone

Am Leutschenbach wurden gestern die neuen Programminhalte des Jahres vorgestellt.Ennio Leanza/Keystone

KEYSTONE

Ruedi Matter stellte es an der gestrigen Jahresmedienkonferenz im Fernsehstudio 2 in Zürich gleich zu Beginn klar: «Das soll keine Abstimmungsveranstaltung werden.» Auch wenn die Initiative zur Abschaffung der TV- und Radiogebühren wie ein Damoklesschwert über der SRG und damit auch den Deutschschweizer Programmen schwebt, versuchte der SRF-Direktor Vorfreude zu verbreiten: Seine Sender nämlich haben im laufenden Jahr viel vor.

Als willkommene Quotengaranten dienen die Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang, die in zwei Wochen beginnen, sowie die Fussball-Weltmeisterschaft in Russland von Mitte Juni bis Mitte Juli. Sportlich zu- und hergehen dürfte es auch in der neuen Unterhaltungsshow «Darf ich bitten?», bei der Sandra Studer ab dem 10. März zehn Schweizer Prominente zum Tanz bittet. Besonders originell ist die Idee nicht – seit Jahren wird bei diversen ausländischen Privatsendern getanzt.

Eigenständiger klingt die von «Schweiz aktuell» geplante Sommerserie: Moderator Michael Weinmann reist vom französischen Chamonix bis auf die Rigi. Stets auf den Spuren von Thomas Cook, der vor 155 Jahren für britische Touristen die erste Pauschalreise auf Schweizer Boden organisierte.

Eine Fortsetzung finden die beiden TV-Serien «Der Bestatter» (siebte Staffel im Januar 2019) und «Wilder» (zweite Staffel Ende 2019). Mit «Nr. 47» produziert SRF diesen Frühling erstmals eine fiktionale Serie ausschliesslich fürs Web. Zielgruppe sind Jugendliche – zumal auch alle Mitwirkenden vor und hinter der Kamera noch keine 30 Jahre alt sind.

Mit den Publikumszahlen 2017 ist Matter zufrieden: Jede Woche schalteten neun von zehn TV-Zuschauern einen SRF-Sender ein. Der Marktanteil von SRF 1, SRF 2 und SRF info zusammen lag bei 31,2 Prozent.