Terroranschlag in Wien

Zwei Schweizer in Winterthur verhaftet – Justizministerin Karin Keller-Sutter spricht von «Kollegen» des Attentäters

Die Verhaftung erfolgte durch eine Spezialeinheit der Kantonspolizei Zürich. (Symbolbild)

Die Verhaftung erfolgte durch eine Spezialeinheit der Kantonspolizei Zürich. (Symbolbild)

Eine Spezialeinheit der Kantonspolizei Zürich hat am Dienstag einen 18- und einen 24-jährigen Schweizer verhaftet. Diese haben gemäss Justizministerin Karin Keller-Sutter eine direkte Verbindung zum mutmasslichen Attentäter in Wien.

(rwa/rom) Ermittlungen hätten zur Identifizierung der beiden Männer geführt, teilte die Kantonspolizei Zürich am Dienstag mit. Die Spezialeinheit EG Diamant verhaftete die zwei Schweizer am Dienstagnachmittag in Winterthur. Der Schritt erfolgte in Abstimmung mit den österreichischen Behörden.

Inwiefern es eine Verbindung zwischen den beiden Verhafteten und dem mutmasslichen Attentäter gebe, sei Gegenstand laufender Abklärungen und Ermittlungen, heisst es weiter. Die Kantonspolizei Zürich steht in engem Austausch mit dem Bundesamt für Polizei (Fedpol) und der österreichischen Polizei. Eine restlose Aufklärung einer möglichen Tatbeteiligung gilt als höchstes Ziel beider Sicherheitsbehörden.

Verhaftete Schweizer haben den Attentäter getroffen

Justizministerin Karin Keller-Sutter sagte am Dienstagabend an einem Podium des «St.Galler Tagblatts», dass es sich bei den beiden Männern um «Kollegen» des Attentäters von Wien handle. Sie sei im Verlaufe des Tages darüber informiert worden. «Die drei Männer haben sich auch physisch getroffen», so Keller-Sutter. Mehr könne sie dazu noch nicht sagen.

Weiter sagte die Justizministerin, dass sie nicht dramatisieren wolle, aber ein Anschlag wie am Montagabend in Wien könne es auch in der Schweiz «jederzeit» geben. Das Parlament habe zwar neue gesetzliche Massnahmen gegen terroristische Aktionen beschlossen, doch in einem Rechtsstaat könne man nicht alles verhindern. Die internationale Zusammenarbeit sei deshalb zentral.

Dass die Täter gerade jetzt zuschlagen, könne auch mit der Coronakrise zu tun haben:

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