Zwei Jahre lang Stau
Zwei Jahre lang Stau, Lärm und Dreck

Illusionen darf man sich keine machen: Die Sanierung der Seetalstrasse in Muri wird für mindestens zwei Jahre für erhebliche Verkehrsprobleme sorgen.

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Zwei Jahre lang Stau, Lärm und Dreck

Zwei Jahre lang Stau, Lärm und Dreck

Eddy Schambron

Am 20. September geht es los: Die Seetalstrasse in Muri wird komplett saniert. «Es wird zu grossen Beeinträchtigungen – Stau, Lärm, Dreck – kommen», sagte Bauleiter Guido Bächli vom Ingenieurbüro MSL. Zusammen mit Josef Korbonits vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt informierte er Anwohner und Interessierte über die Bauetappen und das Terminprogramm.

Es wurde klar: Diese Sanierung ist sowohl für die Bauleute als auch für die Verkehrsteilnehmenden und die Bevölkerung eine echte Herausforderung. Rund 8000 Fahrzeuge befahren nämlich täglich diese Strasse.

Mehrere Etappen

Eine Sanierung der rund 800 Meter langen Strasse ist deshalb nur in Etappen möglich. Begonnen wird auf der Teilstrecke ab Coop bis zum Südklosterrain. Um hier bauen zu können, wird der Verkehr Richtung Buttwil über den Nordklosterrain und die Marktstrasse als Einbahn umgeleitet. Für die anderen Etappen wird der Verkehr mit Lichtsignalanlagen geregelt.

Vom Freitag, 15. Oktober, nach dem letzten Postauto, bis Montag, 18. Oktober, 5 Uhr, wird die Strasse im Bereich Jugendhaus komplett gesperrt, weil der Durchgang Katzbach neu erstellt wird. Der Verkehr wird grossräumig umgeleitet. Die letzte Bauetappe ist ausgangs Dorf Richtung Schlyffistäg.

Angst vor Schleichverkehr

Die Angst vieler Anwohner vor Schleichverkehr durch Wohnquartiere konnten weder Bächli noch Gemeindeammann Josef Etterlin ausräumen. «Wir tun unser Bestes gegen Schleichfahrten», unterstrich Bächli, «aber der Verkehr sucht sich erfahrungsgemäss ziemlich schnell und selbstständig den bequemsten Weg.»

Etterlin sagte, dass im Voraus keine Massnahmen in den Quartierstrassen geplant sind. Je nach Situation kann er sich aber vermehrte Kontrollen durch die Regionalpolizei vorstellen.

Überhaupt sind viele Faktoren rund um die Sanierung nicht berechenbar. «Je nach Wetter kann es zu Verzögerungen kommen», machte Bächli bei der
Information beispielsweise klar.

Geduld von allen ist gefragt

Der Bauleiter rief die Verkehrsteilnehmer und die Bevölkerung zu Geduld auf. Schliesslich werden nicht nur die Strassen saniert, auch die Werkleitungen im Boden müssen erneuert werden, ohne dass es dabei zu Unterbrüchen bei der Strom- und Wasserlieferung sowie beim Telefon kommen darf.