Im Jahr 2017 wanderten unter dem Strich 53'221 Ausländerinnen und Ausländer in die Schweiz ein, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Montag mitteilte. Die Zuwanderung nahm gegenüber dem Vorjahr um knapp 4 Prozent ab, die Auswanderung stieg um 2 Prozent an.

Das führt zu einem 12 Prozent tieferen Wanderungssaldo als 2016. Der Wanderungssaldo aus den 28 EU- und EFTA-Staaten, mit denen das Freizügigkeitsabkommen gilt, hat gegenüber dem Vorjahr gar um über 20 Prozent abgenommen (30'799 Personen).

Ende Dezember lebten 2'053'589 Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz. Rund 70 Prozent der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung stammten aus den EU- und EFTA-Staaten. Aus Drittstaaten stammten rund 650'000 Personen.

Die Italienerinnen und Italiener bleiben die grösste Ausländergruppe, gefolgt von deutschen und portugiesischen Staatsangehörigen. Am meisten zugenommen hat im vergangenen Jahr die Gruppe der französischen Staatsangehörigen, am stärksten rückläufig war die Zahl der Portugiesinnen und Portugiesen.

Wie bereits in den Vorjahren war auch 2017 die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit mit rund 47 Prozent der wichtigste Einwanderungsgrund. An zweiter Stelle folgte der Familiennachzug mit 31 Prozent. Darin inbegriffen ist auch der Familiennachzug aus dem Ausland von Schweizerinnen und Schweizern, wie das SEM schreibt. Die "NZZ am Sonntag" hatte bereits am Vortag über die Ausländerstatistik berichtet.