Sonntagsverkäufe
Zusätzliche Sonntagsverkäufe: Das Volk hat das letzte Wort

Der Grosse Rat stimmt einer Ausweitung der Sonntagsverkäufe zu. Die Gewerkschaft Unia braucht keine Unterschriften für ein Referendum zu sammeln, das Parlament hat die Vorlage der obligatorischen Volksabstimmung unterstellt.

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Die beschlossene Regelung ist zwar nicht sonderlich kompliziert, aber der Grosse Rat führt am Dienstag eine lange und bisweilen wirre Debatte, bis sie geboren war: Der Regierungsrat legt zwei Sonntage im Jahr fest, an denen alle Verkaufsgeschäfte bewilligungsfrei öffnen dürfen. Voraussichtlich werden dies zwei Sonntage in der Adventszeit sein. Jede Gemeinde kann (muss nicht) zwei weitere Verkaufssonntage bestimmen. Grundsätzlich sind dabei die regional unterschiedlichen Feiertage den Sonntagen gleichgestellt, an den hohen Feiertagen Neujahr, Karfreitag, Ostern, Auffahrt, Pfingsten und Weihnachten haben die Läden aber geschlossen zu bleiben. Die Gewerkschaft Unia hatte angekündigt, gegen die Ausweitung der Sonntagsverkäufe das Referendum zu ergreifen. Das braucht sie nicht. Der Antrag auf ein Behördenreferendum erreichte gestern im Parlöament problemlos das nötige Quorum, die Vorlage wird so oder o der Volksabstimmung unterstellt.