Zusatzkredite für Ruggacker gesprochen

Beim Aushub wurden Asphalt und Schlacke gefunden, eine Stabilisierung der Baugrube ist notwendig: Sanierung und Erweiterung des Dietiker Alters- und Gesundheitszentrums Ruggacker, für die vom Volk 32,46 Millionen Franken bewilligt wurden, kosten 380 000 Franken mehr.

Nach den Feierlichkeiten der Kater: Knapp eine Woche nach der Grundsteinlegung beim Alters- und Gesundheitszentrum Ruggacker, die mit viel Prominenz und einem kleinen Festakt begangen worden war (siehe Ausgabe vom 2. April), hatte Dietikons Hochbauvorsteherin Gertrud Disler (SP) am Dienstag im Rahmen einer Presseorientierung «weniger gute Nachrichten» zu verkünden: Beim Aushub für den Neubau, den Ruggacker 2, habe man Altlasten festgestellt - «Asphalt und Schlacke», so Disler. Diese Altlasten stammten aus den 1960er-Jahren und seien beim Bau des bestehenden Altersheims, Ruggacker 1, zur Aufschüttung der Baugrube verwendet worden.

Verzögerung von rund einem Monat

Der Fund sei «eine Überraschung» gewesen, so Disler. Die Vorabklärungen in der Planungsphase hätten nicht auf Altlasten hingedeutet, und das Gebiet sei auch nicht im Altlastenkataster des Kantons vermerkt gewesen. Vom belasteten Material gehe jedoch «keine akute Gefahr» aus, erklärte die Hochbauvorsteherin; allerdings habe man «eine relativ grosse Menge» an Erdreich, insgesamt 1100 Kubikmeter respektive 2000 Tonnen, abführen müssen. Es werde zur Entsorgung einem Zementofen zugeführt. Der Stadtrat habe den für die Arbeiten notwendigen Kredit von 330 000 Franken als gebundene Ausgabe bewilligt.

Durch die Zusatzarbeiten entsteht laut Projektleiterin Ingeborg Stengl eine Verzögerung der gesamten Bauarbeiten von rund einem Monat - sie sollen Anfang 2012 beendet sein. Für die Wohnungen im Neubau, als Seniorenresidenz projektiert, nimmt die Heimleitung Voranmeldungen entgegen; die monatlichen Mietpreise für die 27 Ein-Zimmer-Wohnungen bewegen sich zwischen 1300 und 1750 Franken, jene für die 14 Zwei-Zimmer-Wohnungen zwischen 1600 und 2200 Franken.

Spritzbeton im Böschungsbereich

Ein zusätzlicher Aufwand erwächst der Stadt durch die Notwendigkeit einer ausserplanmässigen Sicherung der Baugrube. Aufgrund von «sehr rolligem Kies mit lokalen Sandschichten» im Böschungsbereich muss zur Stabilisierung der Grube Spritzbeton eingesetzt werden - Kostenpunkt: 52 000 Franken, vom Stadtrat ebenfalls bewilligt.

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