Coronavirus
Zürcher Gesundheitsdirektorin zur Maskenpflicht in Zürich: «Die Eigenverantwortung lässt nach»

Der Zürcher Regierungsrat erlässt strengere Massnahmen. So gilt neu eine Maskenpflicht in allen Geschäften. Zudem wird die Anzahl Personen bei Veranstaltungen limitiert und das Contact-Tracing verstärkt.

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(sku) Weil die Fallzahlen im gesamten Kanton ansteigen, hat der Zürcher Regierungsrat am Montag strengere Massnahmen erlassen. Wie Regierungspräsidentin Silvia Steiner an einer Medienkonferenz verkündete, gelten die Regelungen ab Donnerstag. Ab dann muss in Geschäften eine Maske getragen werden. Hält sich jemand nicht daran, werde die Polizei eingreifen, sagte sie. Bussen soll es aber keine geben. Zudem werden Veranstaltungen auf 100 Personen beschränkt. Können Aussenräume genutzt werden, bleibt die Anzahl erlaubter Personen bei 300.

Weiter müssen künftig zusätzlich zu Klubs und Bars auch Gastro-Betriebe alle Kontaktdaten erfassen. Veranstaltungen wie Theateraufführungen, Gottesdienste, Sportanlässe oder Ferienlager mit mehr als 100 Teilnehmenden müssen gemäss Steiner künftig spezifische Schutzmassnahmen wie Gesichtsmasken oder Abstand vorweisen können.

Maskenpflicht in Deutschland und Österreich gut akzeptiert

Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli begründete die strengeren Massnahmen mit den steigenden Fallzahlen und sprach sich deutlich für die Maskentragpflicht aus. «Die Eigenverantwortung der Bevölkerung hat nachgelassen», sagte Rickli. «Deshalb muss die Politik nun handeln.» In Deutschland und in Österreich würde die Maskenpflicht in Läden gut funktionieren — und werde auch von der Bevölkerung gut akzeptiert.

Kantonsärztin Christiane Meier zeigte sich erfreut über den Entscheid der Regierung. «Ich bin sehr glücklich und dankbar», sagte sie an der Medienkonferenz. Das Tragen von Masken habe sich bislang als sehr gute Massnahme im Kampf gegen das Coronavirus bewährt.

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